Nebelhorn betätigt

Hohe Geldstrafe für Störung von Eisbären verhängt

Ausland
13.08.2026 13:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Norwegen verbietet die Gesetzgebung die unnötige Störung von Eisbären. Die Strafe fällt mitunter deftig aus. Nun wurde ein neuer Fall bekannt.

Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen ist eine Person zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Norwegischen Kronen (4550 Euro) verurteilt worden, weil sie einen schlafenden Eisbären geweckt hatte.

Die Passagiere hätten das Tier auf dem Land entdeckt. Die Person habe daraufhin das Nebelhorn eines Schiffes betätigt, worauf der Eisbär davongelaufen sei, teilte der Gouverneur des Archipels in der Arktis am Donnerstag mit. 

Spitzbergen hat etwa eine doppelt so große Fläche wie Belgien. Der jüngsten Zählung aus dem Jahr ...
Spitzbergen hat etwa eine doppelt so große Fläche wie Belgien. Der jüngsten Zählung aus dem Jahr 2015 zufolge leben auf dem Archipel rund 260 Eisbären.(Bild: Alexey Seafarer)

Der Vorfall ereignete sich bereits im August, als ein Schiff in einem Fjord im Nordosten Spitzbergens unterwegs war – rund tausend Kilometer vom Nordpol entfernt. 

Die Identität der Person, die das Nebelhorn betätigt hatte und nun verurteilt wurde, wurde nicht bekannt gegeben.

Drohnennutzung zunehmend Problem
Es gibt bereits zahlreiche Fälle, in denen Touristen oder gar Führer Geldstrafen von umgerechnet 1000 bis 4500 EUR zahlen mussten, weil sie sich Eisbären zu sehr genähert oder sie durch Schneemobile oder Drohnen aufgescheucht haben. Vor allem die illegale Drohnennutzung wird streng geahndet. Auch in Kanada riskieren Störenfriede bei der Störung von Eisbären hohe Geldstrafen im fünfstelligen Bereich.

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