Motorradlenker sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt. Erfahrene Profi-Biker bei der Polizei gehen auf Nummer sicher und mit gutem Beispiel voran.
Bereits im April starteten die Biker der Polizeisportvereinigung Burgenland – Sektion Motorsport mit den neuen Trainingseinheiten. 43 Kollegen, teils Beamte der Landesverkehrsabteilung, machten auf ihren Maschinen gleich zum Saisonauftakt auf dem weitläufigen Übungsparcours des Rübenplatzes in Frauenkirchen mit.
Auffrischung nach der Winterpause unbedingt nötig
„So wie sein Motorrad muss der Lenker nach dem Winter in Schwung kommen und Bewegungsabläufe erneut einstudieren“, wissen Sektionsleiter Michael Laschitz und Stellvertreter Karl Eidenberger um die Wichtigkeit der Auffrischungskurse. Sechs Instruktoren stehen ihnen freiwillig zur Seite.
„Mit 12 Anmeldungen hat unser außertourliches Spezialtraining 2017 begonnen, im Jahr darauf waren es schon 100“, sagt Laschitz. Das Interesse steigt enorm: Mittlerweile stehen 240 freien Plätzen 400 Anmeldungen gegenüber.
Gezieltes Training kann vor groben Fehlern schützen
Größtes Augenmerk wird auf die Sicherheit gelegt. Oft kann eine falsche Blickführung oder Selbstüberschätzung zu folgenschweren Fahrfehlern führen. Die meisten Bikerunfälle ereignen sich im Orts- oder Stadtgebiet, besonders häufig an Kreuzungen und Einmündungen.
„Der Großteil der Kollisionen passiert, weil andere Verkehrsteilnehmer die Motorräder oft übersehen oder deren Geschwindigkeit falsch einschätzen“, geben Fachleute zu bedenken. Das „Facelifting“ der Fahrzeuge von heute schränkt die Sicht im Auto gegenüber älteren Modellen noch mehr ein.
Sichttest mit der „Krone“ auf Übungsplatz
Die Kfz-Bauweise hat sich stark verändert. Moderne Pkw werden durch wuchtige Karosserien und breite Dachsäulen (A-Säule) oft unübersichtlich, wie Beamte der Landesverkehrsabteilung aufmerksam machen. Bei einem Test mit der „Krone“ auf dem Rübenplatz in Frauenkirchen zeigen die erfahrenen Polizisten deutlich auf, wie schnell ein Autofahrer einen Biker übersehen kann.
Drei Motorräder werden so postiert, dass sie für einen Lenker auf dem Fahrersitz weder beim Blick durch die Windschutz- oder Seitenscheibe noch im Rückspiegel zu erkennen sind. Erst wenn sich der Lenker weit nach vor zum Armaturenbrett beugt, tauchen die Zweiräder im Rückspiegel auf.
Kurzum, ein Biker muss stets auf der Hut sein. „Das Training hilft!“
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