Der Landesnorden punktet mit der Nähe zum Wiener Zentralraum, der Süden hingegen ist als günstiger Alterswohnsitz gefragt. Gewohnt wird vor allem in Einfamilienhäusern.
Die gute Anbindung zählt – und ist der große Vorteil des Nordburgenlandes. Je einfacher und schneller man von einer Gemeinde nach Wien gelangen kann, desto gefragter sind dort die Wohnimmobilien. Besonders gesucht sind laut Raiffeisen Immobilien leistbare Einfamilienhäuser und Drei-Zimmer-Wohnungen. Die Käufer schauen dabei mehr auf den Preis als auch die Ausstattung. Und: Objekten, die etwa aufgrund eines kleineren Gartens weniger Arbeit machen, wird gerne der Vorzug gegeben.
Nähe zum See ist begehrt
Unverändert hoch ist die Nachfrage rund um den Neusiedler See und den Neufelder See. Denn hier gibt es das komplette Paket: Hoher Freizeitwert und gleichzeitig eine gute Anbindung an den Zentralraum.
Ältere zieht es in den Süden
Das Mittelburgenland punktet hingegen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das spricht vor allem Menschen an, die einen Zweit- oder Alterswohnsitz suchen. Der Landessüden lockt eher Ruhesuchende ab einer bestimmten Altersklasse an. „Ältere Kaufinteressenten aus den westlichen Bundesländern, aber auch aus Deutschland, fragen Bungalows und traditionelle Streckhöfe in ruhiger Lage nach“, teilt Raiffeisen Immobilien mit.
Viele Baulandreserven
Vergleichsweise leistbar ist das Burgenland jedenfalls da wie dort. Wer im Vorjahr ein Einfamilienhaus kreditfinanziert kaufen wollte, musste rund ein Viertel des monatlichen Haushaltseinkommens für Zinsen und Tilgung aufbringen. In Vorarlberg lag dieser Wert bei 68 Prozent. Das Burgenland weise damit österreichweit die höchste Leistbarkeit beim Erwerb eines Eigenheims auf, so Matthias Reith, Immobilienexperte bei Raiffeisen Research. Mit ein Grund dafür sei, dass das Burgenland über die größten Baulandreserven Österreichs verfüge. Das verhindert starke Preisanstiege – auch in der Zukunft.
Gewohnt wird im Haus
Beim Wohnen halten es die Burgenländer übrigens traditionell: Rund 65 Pro-zent der Haushalte wohnen im selbst genutzten Einfamilienhaus – der höchste Wert aller Bundesländer.
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