Schockierende Details im Fall des getöteten Pensionisten (64) in Klagenfurt: Der Verdächtige habe „sehr oft“ zugeschlagen – und wechselte dabei sogar das Tatwerkzeug.
„Overkill“, auf Deutsch „Übertötung“: Im Fachjargon der Kriminologie und Rechtsmedizin der Begriff für eine Tatausführung, die massiv über das notwendige Maß der Herbeiführung einer Tötung notwendig ist. Wie es erschütternd offensichtlich im Fall des 64-jährigen Pensionisten aus Klagenfurt der Fall war.
Wie oft der geständige Verdächtige tatsächlich in der Nacht zum Mittwoch in der kleinen Garage auf seinen einst guten Bekannten zugeschlagen hat, möchte man von offizieller Seite nicht sagen. „Aber es waren definitiv sehr viele Hiebe“, wie Staatsanwalt Markus Kitz im „Krone“-Gespräch bestätigt. Und das nicht „nur“ mit einem Tatwerkzeug.
Nach Widersprüchen bei den Aussagen haben wir den Verdächtigen genau überprüft. Ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft.
Staatsanwalt Markus Kitz
Denn in Folge des ausgebrochenen Streits soll der geschiedene, arbeitslose Verdächtige (44) aus Klagenfurt zu insgesamt zwei in der Werkstatt umherliegenden Hämmern gegriffen haben. Einer sei ihm nach den ersten Schlägen aus der Hand geglitten – weswegen der Verdächtige zu einem zweiten griff und seiner Wut weiter freien Lauf ließ.
Forensiker entlarven die beiden Tatwaffen
Die Tatwerkzeuge und Brieftasche des Opfers entdeckten die Beamten (wie berichtet) im Kofferraum des Verdächtigen. Und auch wenn dieser den Vierkant- und Dellenhammer säuberte – Forensiker brachten die Blutspuren ans Licht. Noch am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft U-Haft über den geständigen 44-Jährigen beantragt.
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