Ein harmloser Dialekt-Scherz – und schon bricht ein brutaler Shitstorm aus. Für Hass im Netz braucht es wenig, wie das Beispiel um Katharina Straßer zeigt. Während die Politik über die Haftung für Kommentare und Likes diskutiert, verroht der Umgangston online zusehends. Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen Kritik und Hass?
Das „Gaugau“-Gate um Katharina Straßer zeigt, wie schnell ein harmloser Scherz im Netz zu Beschimpfungen „unter der Gürtellinie“ führt. Viele Menschen beleidigen auf Social Media immer hemmungsloser – oft sogar unter ihrem echten Namen. Die Gesetze kommen da kaum hinterher: So stellte zuletzt das Höchstgericht klar, dass ein schnelles „Like“ nicht automatisch eine strafbare Beleidigung ist. Das eigentliche Problem bleibt jedoch bestehen: Online-Kommentarspalten mutieren immer öfter zu Zonen voller Aggression, in denen der respektvolle Umgang komplett auf der Strecke bleibt.
Umgangston verroht zusehends
Auch die Leserinnen und Leser im Forum können einen zunehmenden Verfall des guten Umgangstons auf sozialen Medien wahrnehmen, wie auch kamillentee anmerkt:
Ab welchem Punkt ist ein Online-Kommentar für Sie keine Kritik mehr, sondern purer Hass? Wie nehmen Sie die Veränderung des Umgangstons auf Social Media in den letzten Jahren wahr? Wir sind gespannt, was Sie zu diesem Thema zu sagen haben!
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