Marius Borg Høiby ist mit seinem Antrag auf eine Haftentlassung aufgrund des ernsten Gesundheitszustands seiner Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, gescheitert. Der in 40 Punkten, darunter wegen vier Vergewaltigungen, angeklagte 29-Jährige durfte am Montag aber zumindest an einem Arztgespräch teilnehmen.
Laut der Boulevardzeitung „Verdens Gang“ durfte Høiby seine Untersuchungshaft für einige Stunden verlassen, um mit einem der behandelnden Ärzte über den Zustand seiner Mutter zu sprechen. Doch dem Antrag auf Freilassung bzw. auf Überwachung mittels elektronischer Fußfessel am Wohnsitz des norwegischen Kronprinzenpaares wurde einem Bericht der Zeitung „Aftenposten“ nicht stattgegeben.
Dem Vernehmen nach berief sich das zuständige Gericht auf eine „weiterhin bestehende Wiederholungsgefahr“. Die Gefahr, die von Høiby ausgehe, sei nicht geringer geworden, seitdem er in U-Haft sitzt.
Urteil im Prozess gegen Høiby am 15. Juni erwartet
Schon seit Beginn der Verhandlung Anfang Februar befindet sich der 29-Jährige in U-Haft. Er hatte gegen ein Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstoßen. Bereits zweimal beantragte Høiby seine Freilassung, zuletzt wollte er die Zeit bis zur Urteilsverkündung mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause verbringen. Bisher hat das Gericht alle Anträge auf Entlassung aus der U-Haft abgelehnt. Das Gerichtsverfahren gegen Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung war Ende März zu Ende gegangen. Das Urteil wird am 15. Juni erwartet.
Mette-Marit ist auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen. Wie der Lungenspezialist Are Holm laut einer Mitteilung des norwegischen Hofes am Donnerstag sagte, ist der Krankheitsverlauf der 52-Jährigen ernst. „Nach einer umfassenden medizinischen Bewertung wurde sie jetzt auf die Liste der Personen aufgenommen, die so schnell wie möglich eine Lungentransplantation erhalten sollen“, sagte der Arzt am Osloer Universitätskrankenhaus. Wie lange es dauern kann, bis eine passende Spenderlunge gefunden ist, ist bisher nicht bekannt.
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