Pläne für Jobwechsel?

ORF will sich einen neuen Spitzenposten gönnen

Innenpolitik
03.06.2026 20:00

Hinter den Kulissen ist trotz Spardrucks eine neue Managementstelle für den ORF im Gespräch. Ein Vertrauter von Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer gilt als SPÖ-Wunschkandidat.

Es dauert noch exakt eine Woche, bis der neue Generaldirektor des ORF bestellt wird. Unterdessen meinen einige Beobachter aber bereits den Namen zu kennen, der am 11. Juni vom Stiftungsrat verkündet werden wird. Es soll nämlich Regierungsabsprachen zwischen ÖVP und SPÖ geben, wonach APA-Chef Clemens Pig den Staatsfunk wieder „auf Vordermann“ bringen soll – wie berichtet, hat Pig seinen Vertrag mit der APA bereits auflösen lassen. Aber der Chefsessel ist nicht der einzige Posten, den es zu besetzen gilt.

Und obwohl der Öffentlich-Rechtliche zig Millionen Euro einsparen muss und sogar ORF3-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz findet, dass der Sender keine zwei Geschäftsführer brauche, denkt man hinter den Kulissen bereits über einen neuen Posten nach, den man schaffen könnte.

Die Rede ist von einem neuen Generalsekretär für den ORF, der bestellt werden kann und nicht ausgeschrieben werden muss. Immer wieder genannt wird aus roten Kreisen dafür Christoph Schuh, aktuell Konzernsprecher der Austrian Power Grid (APG), früherer Mitarbeiter und Vertrauter von SPÖ-Bundeskanzler Gusenbauer, der in der Causa René Benko und dem Signa-Skandal verwickelt ist.

Gerüchte um Kündigung
Wie die „Krone“ erfuhr, soll nach Pigs nun auch Schuhs Kündigung in Arbeit sein – steht etwa ein Jobwechsel an? Gibt es Angebote? Vom künftigen ORF-General womöglich?

Christoph Schuh hält sich – angesprochen auf die Gerüchte um seine Person – bedeckt.
Christoph Schuh hält sich – angesprochen auf die Gerüchte um seine Person – bedeckt.(Bild: Markus Wenzel)

Der Konzernsprecher fühlt sich von den Gerüchten rund um seine Bestellung als Generalsekretär zwar „geehrt“, seine beruflichen Pläne seien aber „ein höchstpersönlicher Bereich“, den er nicht kommentieren werde. Eine Zukunft im ORF schließt er im „Krone“-Gespräch aber ebenso nicht aus. Später ruderte er aber zurück und dementierte jegliche Absichten, die APG zu verlassen.

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