Schock im Mittelmeer
Bisswunden! Urlauber von Schildkröten attackiert
Sie gelten als friedliche Meeresbewohner und wirken fast freundlich, wenn sie durchs Wasser gleiten. Doch nun wurde die Begegnung mit Schildkröten mehreren Urlaubern in Kroatien zum Verhängnis. Eine Frau musste sogar in der Notaufnahme behandelt werden.
Einer der ungewöhnlichen Vorfälle ereignete sich vor einem Strand im Gebiet von Kaštel Lukšić. Eine Frau wurde dort beim Schwimmen im Meer von einer Schildkröte angegriffen und gebissen. Auch andere Badegäste berichteten von ungemütlichen Begegnungen mit dem Meeresbewohner.
Urlauberin musste genäht werden
Ein Urlauber berichtete auf Facebook, wie seine Mutter von der Schildkröte attackiert wurde: „Ein Taucher warnte meine Mutter, dass die Schildkröte auf sie zu schwamm, im nächsten Moment biss das Tier sie in den Oberschenkel und ließ nicht mehr los. Meine Mutter schlug dann auf die Schildkröte ein, bis diese wieder von ihr abließ.“ Die Frau musste anschließend in einem Krankenhaus genäht werden. Weitere Wundbehandlung sei zudem erforderlich, da durch den Biss Keime übertragen werden, berichtete das Portal „Dalmatia Danas“.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich letztes Jahr in der Nähe von Čiovo, wobei Experten betonen, dass Angriffe von Meeresschildkröten extrem selten sind. Badegäste müssten sich daher keine Sorgen machen, die Tiere seien im allgemeinen harmlos, zitierte die Website „portal.hr“ einen Meeresbiologen des Instituts für Ozeanographie und Fischerei. Auch veröffentlichte die Website ein Video, welches die wehrhafte Schildkröte vor Kaštel Lukšić zeigen soll:
Kräftiger Schnabel zum Knacken von Schalentieren
Meeresschildkröten besitzen keine Zähne, sondern einen kräftigen Schnabel und extrem starke Kiefer, mit denen sie Schalentiere und andere Organismen, von denen sie sich ernähren, zerkleinern. Ein Biss kann daher zu Gewebeprellungen, Blutergüssen, Schnittwunden oder tieferen Wunden führen. Im Fall des Falles sollte man daher zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.
Unechte Karettschildkröten (Caretta Caretta) sind die am häufigsten vorkommende Art. Sie nisten an den Stränden, wo sie ihre Eier vergraben. Lange Zeit galten ihre Bestände als gefährdet, dank intensiver Schutzmaßnahmen könnten sich diese aber wieder erholen. Die bevorzugte Nahrung der Schildkröten, die bis zu 110 Kilogramm schwer werden können, sind übrigens Muscheln und Krebse sowie Kopffüßer. Eine Verwechslung mit dem Menschen ist daher eigentlich ausgeschlossen.









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