Tagelang vermisst

Höhlendrama: Restliche vier Goldsucher befreit!

Ausland
30.05.2026 11:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Glücklicher Ausgang eines tagelangen Dramas: Die restlichen vier in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossenen Goldsucher sind wieder frei und in Sicherheit. 

Sie hätten es am Samstag alleine geschafft, sich aus dem Berg zu befreien, sagte der an der Rettungsmission beteiligte Höhlentaucher Josh Richards der Deutschen Presse-Agentur. Auch der US-Sender CNN bestätigte diese Angaben. Am Freitagabend war ein erster Goldsucher von den Rettungsmannschaften geborgen worden.

Zehn Tage eingeschlossen
Zusammen mit ihm waren die vier Personen seit rund zehn Tagen in einer Kammer Hunderte Meter vom Eingang entfernt eingeschlossen. Die Höhle war nach starkem Regen plötzlich geflutet worden, auch gab es einen Erdrutsch.

„Sie haben es alleine gemacht“
Auf einem Video war zu sehen, wie die Männer nach und nach unter dem Jubel der Rettungskräfte aus dem Berg stiegen. Wie genau es ihnen gelungen ist, durch die extrem engen Tunnel und überfluteten Passagen den Ausgang zu erreichen, war zunächst unklar. „Sie haben es ganz alleine gemacht“, sagte Richards. „Ich wollte gerade wieder in die Höhle hineingehen, als sie da plötzlich rauskamen.“

  Das Wasser in der Höhle sei offenbar so weit gesunken, dass die Goldsucher nicht tauchen mussten. Das galt als eines der größten Probleme der Rettungsmission – denn die Männer hatten keinerlei Erfahrung mit Tauchausrüstung. Sie werden laut Richards nun von Ärzten untersucht.

Noch zwei Vermisste
Zwei Männer werden allerdings noch immer in der Höhle vermisst. Die Retter haben den größten Teil des Systems abgesucht – bisher aber keine Spur von ihnen gefunden. Für sie sinkt die Hoffnung immer weiter.

Bilder von der Rettungsaktion am Freitag:

(Bild: AP)
(Bild: AP)
(Bild: AFP/HANDOUT)
(Bild: AFP/HANDOUT)
(Bild: AP)

Taucher „fix und fertig“
Die Einsatzteams gingen bei der Rettungsaktion bis an ihre körperlichen Grenzen. Speziell der bekannte finnische Höhlentaucher Mikko Paasi, der die Bergungsaktion am Freitag geleitet habe, sei „fix und fertig“. Paasi war bereits 2018 maßgeblich an der erfolgreichen Rettung einer Jugend-Fußballmannschaft und ihres Trainers aus der Tham-Luang-Höhle in Thailand beteiligt.

„Wir lassen niemanden zurück“
Mehrere internationale Spezialisten aus verschiedenen Ländern unterstützten seit Tagen die Einsatzkräfte an Ort und Stelle. Die thailändische Rettungseinheit MTK bekräftigte immer wieder: „Wir werden niemanden zurücklassen.“

Auch in der Nacht auf Samstag sei erneut Wasser aus der Höhle abgepumpt worden, teilte die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mit. Die Männer mussten teils durch vollständig überflutete Passagen geführt werden.

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