Bewegendes Schicksal: Ein schwer kranker Niederösterreicher ist auf sein Auto angewiesen, kämpft um einen Behindertenausweis. Doch nach dem Willen des Sozialministeriums soll der 71-Jährige auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen ...
Ein unglaubliches Martyrium durchlebt Herr Jann Z. Der 71-jährige Niederösterreicher hat eine lange Krankheitsgeschichte, leidet unter anderem an Harnblasenkrebs. Die Metastasen haben bereits die Lunge befallen. Jeder Schritt schmerzt. Der Patient ist auf das Auto angewiesen. Allein schon die Tatsache, dass er alle 20 bis 30 Minuten Harn verliert, macht den Umstieg auf Öffis unzumutbar.
Der ehemalige Mechaniker kämpft um einen Behindertenausweis, damit er die entsprechenden Parkplätze nutzen kann. Er bekam 50 Prozent Behinderung bestätigt – eine weitere Untersuchung ist notwendig.
„Vom Sozialministerium beinhart abgeblockt“
„Ich habe mehr als 40 Jahre schwer gearbeitet, dann brauche ich einmal wirklich etwas vom Sozialministerium und werde beinhart abgeblockt. Offenbar muss ich den Partezettel vorlegen“, mischt er noch schwarzen Humor hinein. Der Schwerkranke hofft nun auf Hilfe von Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer.
Es kann nicht sein, dass das rote Sozialministerium Geld für Menschen aus aller Herren Länder rauswirft und bei einem Pensionisten den Sparstift ansetzt.

Udo Landbauer, Landeshauptfrau-Stellvertreter, NÖ
Bild: FPÖ
Pflegestufe herabgesetzt
Enttäuscht vom Sozialministerium ist auch der Wiener Nikola B., der an schweren Depressionen leidet. Sein Behinderungsgrad wurde von 50 auf 40 Prozent reduziert: „Die Untersuchung dauerte nicht einmal fünf Minuten. Ich frage mich, ob da meine Krankengeschichte, meine Befunde und meine psychische Situation ausreichend beurteilt werden konnten“.
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