Die US-Streitkräfte haben in der siebten Nacht in Folge den Iran angegriffen. Nach eigenen Angaben bombardierten sie Überwachungsanlagen, unterirdische Waffenlager und andere militärische Infrastruktur. Das iranische Heer griff daraufhin erneut die Golfstaaten an, die US-Militärstützpunkte beherbergen.
Aus dem Iran hieß es, das US-Militär hätte zivile Infrastruktur ins Visier genommen, darunter Brücken. Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass die USA inzwischen eine größere Bandbreite an Zielen in der Islamischen Republik attackierten und Kampfflugzeuge aus Europa in den Nahen Osten verlegten. In einem Bericht des US-Nachrichtenportals „Axios“ heißt es, dass das Weiße Haus den Verbündeten Israel bereits über eine mögliche Ausweitung der Militäreinsätze informiert habe. Daher seien nun auch Dutzende weitere Tankflugzeuge in den Iran entsandt worden.
Sollten die US-Angriffe noch zwei oder drei Tage andauern, werde man in eine „Phase umfassender Offensiv- und Zerstörungsoperationen“ eintreten, warnte nun Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai auf der Plattform X. Das iranische Volk sei jetzt noch entschlossener, seine Feinde die „verbrecherische Aggression bitter bereuen zu lassen“.
Gefahr für Pakistan und Saudi-Arabien?
Die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz im Jemen warnte das mit den USA verbündete Nachbarland Saudi-Arabien vor einer „Belagerung“. Man sei bereit, das Prinzip „Belagerung gegen Belagerung, Flughafen gegen Flughafen und Hafen gegen Hafen“ anzuwenden, zitierte die jemenitische Nachrichtenagentur Saba den Verteidigungsminister der Miliz, Mohammed al-Atafi. Er bezog sich offenbar auf einen Luftangriff zu Wochenbeginn auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa, für den die Miliz das Königreich Saudi-Arabien verantwortlich gemacht hatte. Die Houthi-Miliz könnte mit Drohungen und Angriffen am Eingang zum Roten Meer wieder den Schiffsverkehr durch den Suezkanal zum Erliegen bringen.
Sollte es auch zu neuen Kämpfen zwischen Saudi-Arabien und den Houthi kommen und sich der Iran-Krieg damit ausweiten, könnte dies nach Angaben pakistanischer Diplomaten zu Problemen bei den Vermittlungsbemühungen Pakistans führen. Dann könne man „gezwungen sein, in den Konflikt einzusteigen“, hieß es. Die Atommacht hat mit Saudi-Arabien seit dem vergangenen Jahr ein Militärbündnis.
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