Der Umsatz lag im zweiten Quartal mit 593,6 Millionen Dollar (444,8 Millionen Euro) unter den Erwartungen der Wall-Street-Analysten. Im Jahresvergleich war es ein Zuwachs von 30 Prozent, gemessen am ersten Quartal dieses Jahres sanken die Erlöse aber um zwei Prozent. King verdiente von April bis Juni rund 165,4 Millionen Dollar, das war fast ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal.
King war mit "Candy Crush" groß rausgekommen. Die starke Abhängigkeit von diesem Titel könnte nun aber zu einem großen Problem werden. "Candy Crush" habe stärker verloren als erwartet und die anderen Spiele wuchsen schwächer als erhofft, sagte King-Chef Riccardo Zacconi nach Vorlage der Zahlen.
"Candy Crush" bringt rund 60 Prozent des Geschäfts ein. King brachte zuletzt in der Hoffnung auf einen neuen Hit das Spiel "Bubble Witch 2" mit einer großen Werbekampagne auf den Markt. Zugleich soll "Candy Crush" mit dem Sprung nach China einen zweiten Atem finden.
Viele Nutzer, kaum Zahlungsbereitschaft
King hatte im vergangenen Quartal zuletzt 485 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Das war ein Sprung von 83 Prozent im Jahresvergleich und ein Plus von vier Prozent seit dem ersten Quartal dieses Jahres. Bei den zahlenden Nutzern gab es im Quartalsvergleich jedoch einen Rückgang von zwölf Prozent auf 10,4 Millionen. Es ist typisch für das Geschäft, dass nur ein Bruchteil der Spieler Geld fürs Weiterkommen oder zusätzliche virtuelle Artikel bezahlt.
Im schnelllebigen Geschäft mit Online-Spielen ist es wichtig, immer neue Erfolgstitel zu produzieren. So liefen dem "Farmville"-Erfinder Zynga viele Kunden davon, nachdem der Firma keine neuen Hits gelangen. Dem finnischen Entwicklerstudio Rovio gelingt es hingegen bisher, die Nutzer mit immer neuen Versionen des Spiels "Angry Birds" zu halten.
King greift jetzt auch zu einer Übernahme, um das Angebot auszuweiten: Für bis zu 90 Millionen Dollar soll der Spieleentwickler Nonstop Games ("Heroes of Honor") aus Singapur gekauft werden.
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