Touristiker-Bilanz

Wien soll noch lange von Song Contest profitieren

Wien
22.05.2026 11:00

Zehntausende Gäste in der Stadt und Millionen Menschen daheim, für die Wien in Medienberichten zum ESC ins rechte Licht gerückt wurde: Davon wird die Stadt lange zehren, sind Touristiker überzeugt – vor allem bei der zahlungskräftigsten Kundschaft im Fremdenverkehrssektor.

Eine Woche nach dem Song-Contest-Finale ist Wien zum Normalbetrieb zurückgekehrt, und der Tourismus hält längst nach neuen Gästen Ausschau. Dabei hat die Bundeshauptstadt nun noch bessere Karten als vor dem ESC, ist Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner überzeugt – auch und gerade im lukrativsten Sektor: Die Betreuung von Song-Contest-Fans soll vor allem Kongressveranstalter von Wien überzeugen.

Besondere Zuckerln für Entscheidungsträger
Gerade die Herausforderungen einer Großveranstaltung, noch dazu unter erschwerten Sicherheitsbedingungen, zahlen nach Meinung der Tourismuswirtschaft auf die Marke Wien ein, nach dem Motto: Wer das schafft, kann auch alles andere. Um Entscheidungsträgern diese Botschaft besonders intensiv unter die Nase zu reiben, hat Wien Tourismus sich auch besonders intensiv um sie gekümmert.

Auch die erfolgreiche Planung der Sicherheitsmaßnahmen soll dazu beitragen, Kongressveranstalter ...
Auch die erfolgreiche Planung der Sicherheitsmaßnahmen soll dazu beitragen, Kongressveranstalter von Wien als Ziel zu überzeugen.(Bild: Eva Manhart)

2600 ESC-Delegierte und akkreditierte Medienvertreter wurden mit dem „Vienna OffStage“-Programm verwöhnt. Das bedeutete etwa ein Angebot von 78 „kuratierten Erlebnissen“ und freiem Eintritt in 33 kulturellen und anderen Institutionen in der Stadt. Noch exklusiver war das „Vienna Soundcheck“-Paket für die Vertreter der wichtigsten Medien und Tourismus-Branchenexperten, die hier während des ESC verwöhnt wurden. Unter regulären Gästen wurden zudem 10.000 „Vienna Experience Bags“ verlost: Turnbeutel mit Fanartikeln und diversen Gutscheinen und Ermäßigungen.

Lob in internationalen Medien und daheim
Ob es an der Charme-Offensive lag oder nicht, das internationale Echo war jedenfalls positiv. In mehr als 100 Ländern weltweit wurde konstant über Wien berichtet. Der luxuriöse „Condé Nast Traveller“ schrieb etwa, Wien habe sich „als Meisterin der Verbindung von Hoch- und Alltagskultur“ erwiesen, der italienische „Corriere della Sera“ sah in Wien hinter „dem monumentalen, eleganten und traditionellen Gewand ein poppiges Herz“ schlagen, und der britische „Independent“ mutmaßte über Wien als „Hauptstadt der Coolness“.

Auch die Wiener Bevölkerung stand und steht dem ESC mehrheitlich positiv gegenüber, ist der Wien Tourismus aufgrund einer Studie mit 1877 Befragten überzeugt: 66 Prozent davon bewerteten die Austragung des ESC in der Stadt als positiv oder sehr positiv, 44 Prozent zeigten sich stolz bis sehr stolz darüber. Zumindest für die Wiener Bevölkerung wird man auch erfahren, wie lange der Song Contest tatsächlich nachwirkt: Die Umfrage wird noch bis Juni fortgeführt.

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