„Keine Revolution“

Schnäppchen! Podolski kauft seinen Herzensklub

Fußball International
22.05.2026 10:41
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Lukas Podolski macht Ernst! Der Weltmeister von 2014 erweitert sein Engagement bei seinem Herzensverein und übernimmt künftig die Mehrheit an Górnik Zabrze – und das zu einem Schnäppchenpreis!

Nachdem Podolski bereits Anteile an seinem aktuellen Arbeitgeber gehalten hatte, folgt nun der nächste große Schritt. „Jetzt kaufe ich den Rest“, kündigte der 40-Jährige an. Wie die Nachrichtenagentur PAP berichtet, stimmte der Stadtrat von Zabrze einstimmig dafür, 86 Prozent der Vereinsanteile an den ehemaligen Nationalspieler zu verkaufen. Der Kaufpreis liegt bei rund 940.000 Euro. Zusätzlich verpflichtet sich Podolski im Rahmen des Privatisierungsvertrages, den Verein in den kommenden Jahren mit knapp drei Millionen Euro zu unterstützen. Bereits im Dezember 2025 war der Ex-Nationalspieler Anteilseigner des Klubs geworden. Der ehemalige DFB-Stürmer spielt seit 2021 für den Verein.

Podolski sieht sich aber nicht als klassischer Investor. „Ich freue mich, dass ab heute etwas anderes auf meiner Visitenkarte steht, aber ich werde weiterhin genauso handeln. Ich werde weiterhin das tun, was ich liebe – den Verein, die Fans und alles, was damit zusammenhängt, unterstützen“, sagte der 40-Jährige auf einer Pressekonferenz.

Ganz verabschiedet sich die Stadt Zabrze allerdings nicht. Sie behält eine sogenannte „goldene Aktie“, um langfristig sicherzustellen, dass Vereinsname und Wappen unverändert bleiben.

(Bild: EPA/Jarek Praszkiewicz)

CL-Quali im Visier
Podolski hat zuletzt zum ersten Mal den polnischen Pokal gewonnen. Sein aktueller Vertrag läuft bis zum Saisonende. Mit einem Heimsieg gegen Radomiak Radom wäre ein Platz in der Qualifikation zur Königsklasse sicher. „Jetzt steht am Samstag ein wichtiges Spiel an. Ich hoffe, dass es für uns gut läuft“, so Podolski.

„Vorerst plane ich keine Revolution“
„Jetzt haben wir den polnischen Pokal gewonnen, wir liegen auf dem zweiten Platz, aber die nächste Saison wird sehr schwierig“, mahnte Podolski. „Man muss vorsichtig sein. Man muss so wenig Fehler wie möglich machen, damit die nächste Saison gelingt. Und wir werden den Verein auf dem Platz und außerhalb weiterentwickeln. Für mich ist es wichtig, die Marke Górnik aufzubauen. Vorerst plane ich keine Revolution, dass Górnik ein anderer Verein wird. Man muss das in Ruhe aufbauen und wir werden sehen, in welche Richtung es geht.“ Auch in Sachen Mannschaftsplanung soll es keine tiefgreifenden Veränderungen geben.

Kritik an Vereinsmodell
Viele Vereine in Polen befinden sich weiterhin in kommunaler Hand – ein Modell, das Podolski kritisch sieht. Am Rande einer Reise nach Kattowitz sagte der Weltmeister: „Meiner Meinung nach hat die Stadt eine andere Aufgabe: Man muss Spielplätze bauen, man muss etwas anderes machen, die Infrastruktur ausbauen, aber nicht einen Fußballverein managen.“

Damit wird aus dem Publikumsliebling immer mehr ein Fußball-Unternehmer, der künftig der starke Mann im Hintergrund seines Herzensvereins sein wird.

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