Von Security bis Würstelstand: Der Song Contest ist auf alle Branchen übergeschwappt. Immerhin zählen nicht nur die großen, sondern viele lokale Firmen zu den Gewinnern rund um das Wettsingen in der Stadthalle
Begeisterung sieht anders aus: Ein „Krone“-Rundruf ergab vor wenigen Tagen, dass sich Hoteliers und Apartmentvermieter mehr vom Song Contest-Ansturm erhofften. Nichtsdestotrotz zeigt der Tourismusverband zumindest ein verhaltenes Lächeln.
Größer ist der Grinser hingegen bei den Sicherheitsfirmen, die die Ausschreibungen für Stadthalle und Eurovision Village am Rathausplatz für sich verbuchen konnten. Profiteure des ESC sind aber nicht nur die großen Marketingfirmen, Tourismusbetriebe, Zulieferer und Kooperationspartner. Sondern auch jene, die einem bei den Begriffen Wertschöpfung und Song Contest nicht gleich in den Sinn kommen.
So etwa die zahlreichen Würstelstände in der Stadt. Die zwar auch eigene Song-Contest-Events austragen. Aber vor allem jene in unmittelbarer Nähe der Stadthalle kommen zum Handkuss. Auch die Wirte mischen kräftig mit. Das Stadthallenbräu, genau gegenüber des Veranstaltungsortes.
Aber nicht nur Foodtrucks machen sich die müden Beine nach den Shows in der Halle zu nutze. Auch Taxis stehen reihenweise auf der eingerichteten Zone nahe der Lugner City für einen unkomplizierten Heimweg bereit. Mit Erfolg, wie eine Sprecherin von Taxi 40100 erklärt. „Wir merken seit einer Woche eine erhöhte Nachfrage um 20 Prozent“, sagt sie. Da spiele ihnen auch das Wetter in die Karten. „Bei Regen fahren die Leute weniger mit den Öffis“.
Zur bestmöglichen Vorbereitung auf das Wettsingen und die Rundum-Events streben die Fans nach bunten Outfits. Diese finden sie in diversen Kostümgeschäften in der Stadt. Der Laden Witte in der Wienzeile ist da eine gern gesehene Anlaufstelle, erzählt Chef Günther Haas.
„Seien es Glitzer-Jacken oder Schminke für den Cosmó-Stern. Die Leute kommen zu uns und sind in Song Contest-Laune“, zählt er auf. Da kann es sogar einmal vorkommen, dass notgedrungen das Make-Up noch vor Ort angepasst werden muss (siehe Bild), scherzt Haas. Laut einer Studie des Forschungsinstituts Eco Austria soll der Song Contest etwa 730 Millionen Euro an Werbewert für das Land bringen. Bei der Beschäftigung erwartet man einen Anstieg von 550 Vollzeitäquivalenten durch den Bewerb.
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