Explosion in Ungarn

Toter und mehrere Verletzte in Erdölanlage

Ausland
22.05.2026 11:34

Mindestens einen Toten und mehrere Verletzte hat am Freitag eine verheerende Explosion in einer ungarischen Erdölanlage gefordert. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehr ist vor Ort und bekämpft den Brand in der petrochemischen Einrichtung des staatlichen Erdölkonzerns MOL in Tiszaújváros.

Pechschwarze Rauchsäulen und Flammen waren Freitagvormittag kilometerweit zu sehen. Ungarischen Medien zufolge ereignete sich das fatale Unglück im Zuge der Wiederaufnahme des Betriebs einer Anlage zur Herstellung von Kunststoff nach Wartungsarbeiten. Während ein Arbeiter getötet wurde, wurden die Verletzten zum Teil mit Notarzthubschraubern in umliegende Spitäler geflogen. Laut dem Bürgermeister von Tiszaújváros besteht derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung. Es seien keine erhöhten Schadstoffwerte rund um den MOL-Betrieb gemessen, hieß es.

Energieminister und MOL-Chef unterwegs zum Unfallort
Ungarns Regierungschef Péter Magyar informierte die Öffentlichkeit auf seiner Facebook-Seite über den Stand der Dinge: Bisher zählt man einen Toten und sieben Personen mit zum Teil schwersten Verbrennungen. Ein Team des Katastrophenschutzes sei bereits vor Ort, um Messungen und Analysen durchzuführen. „Weitere Informationen werden in Kürze Energieminister István Kapitány und MOL-Chef Zsolt Hernádi vom Unfallort präsentieren“, so Magyar, der den Hinterbliebenen des Toten kondolierte.

Größte petrochemische Anlage Ungarns
Beim betroffenen Betrieb handelt es sich um die größte petrochemische Anlage in Ungarn. Im Unterschied zur Raffinerie der MOL in Százhalombatta in der Nähe von Budapest liegt der Schwerpunkt in Tiszaújváros weniger auf Benzin und Diesel für Endkunden, sondern stärker auf petrochemischen Vorprodukten für die Kunststoff- und Chemieindustrie.

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