Laura Privatstiftung

Signa: Jetzt steht Höhe der Forderungen fest

Wirtschaft
15.05.2026 14:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Insolvenzverfahren gegen die Laura Privatstiftung geht am Montag der erste wichtige Termin über die Bühne: Am Landesgericht Innsbruck findet die Prüfungstagsatzung statt. Im Vorfeld wurden 1,7 Milliarden Euro an Forderungen angemeldet.

Mehr als 30 Gläubiger meldeten im Vorfeld ihre Forderungen an, der Großteil stammt von arabischen Fonds – die „Krone“ berichtete. In dem Zusammenhang hatten Schweizer Schiedssprüche sowohl die Stiftung als auch weitere Signa-Gesellschaften zur Zahlung von 900 Millionen Euro verpflichtet. Das führte unter anderem zum Insolvenzantrag der Stiftung.

Im österreichischen Verfahren dürften die Araber um ihre Forderungen umfallen: Man werde nur einen „geringen Teil“ anerkennen, erklärte Insolvenzverwalter Stefan Geiler bereits im Vorfeld gegenüber der APA. Auch der Leiter des Kreditschutzverbandes KSV1870 in Tirol, Klaus Schaller, rechnete damit, dass in der nicht-öffentlichen Verhandlung Montagnachmittag vorerst nur ein „Bruchteil der angemeldeten Forderungen“, etwa maximal in der Dimension eines zweistelligen Millionenbetrages, anerkannt werden wird.

Insgesamt dürften sich die angemeldeten und letztlich anerkannten Forderungen vorerst in ungefähr jener Relation bewegen, die bereits bei den in Innsbruck anhängigen Insolvenzverfahren gegen Benko als Einzelunternehmer sowie die Familie Benko Privatstiftung festzustellen war: Forderungen in Milliardenhöhe, aber letztlich verhältnismäßig nur sehr geringe anerkannte Ansprüche.

Am Landesgericht Innsbruck, wo auch schon gegen Benko selbst verhandelt wurde, wird über die ...
Am Landesgericht Innsbruck, wo auch schon gegen Benko selbst verhandelt wurde, wird über die Forderungen gegen die Laura Privatstiftung entschieden.(Bild: APA/EXPA)

Die Laura Privatstiftung wurde von den Stiftern René Benko und seiner Mutter Ingeborg Benko im Dezember 2006 gegründet und Anfang 2007 im Firmenbuch registriert. Als Stiftungszweck sei die Versorgung der Begünstigten (beide Stifter und die Nachkommen von Benko) festgelegt worden. Über die Jahre erfolgten viele Änderungen der Stiftungsurkunde, im Rahmen einer dieser Änderungen schied Benko aus der Gruppe der Begünstigten aus.

Unklar ist, wie hoch das Vermögen der Stiftung heute noch ist. Sie sei vor ein paar Jahren jedenfalls noch vermögender gewesen als heute, meinte Geiler knapp und nannte keine konkreten Zahlen. Bei einer anderen Stiftung, der Ingbe (benannt nach René Benkos Mutter) wurden zuletzt Goldbarren und Bargeld in Millionenhöhe in Schließfächern gefunden

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