Die erste Spielzeit von Jan Philipp Gloger als Direktor am Volkstheater neigt sich dem Ende zu. Er zieht für sich positive Bilanz und blickt erwartungsvoll in die kommende Spielzeit.
Sein Anliegen, am Volkstheater ein breites Publikum anzusprechen und eine „Gemeinschaft der Unterschiedlichen“ zu schmieden, ist für den neuen Direktor Jan Philipp Gloger aufgegangen in seiner ersten Saison. Diesen Weg mit bisher 22 Prozent mehr Repertoirevorstellungen und 13 Prozent mehr Besuchern will er ab Herbst fortsetzen. Was diese Zuwächse für die Auslastung bedeuten, will er vorerst nicht verraten.
Die 16 geplanten Premieren (statt 19 in der aktuellen Spielzeit) spannen den Bogen zwischen politischen Stoffen und Komödien, in den Bezirken setzt man mit fünf Stücken auf Tuchfühlung mit lokalem Publikum.
Dabei setzt die nächste Spielzeit wieder auf Theater, das „politisch Haltung bezieht“ – etwa mit einer Jelinek-Collage und dem Projekt „Nestervals 1927“, die beide „die Gefährdungen der Demokratie“ thematisieren, oder der Enzensberger-Abend, in dem es um „die Selbstüberschätzung der Menschheit“ geht. Dazu gibt es „Macbeth“ in der Gaming-Szene in der Regie der Hausregisseurin Rieke Süßkow zu Saisonstart.
Komödie bleibt stark
Parallel spielt die Komödie weiter eine große Rolle am Volkstheater – von einer Satire über das Fernsehgeschäft bis zur feministischen Wirtschaftskomödie.
„Macbeth“ nach William Shakespeare, Regie: Rieke Süßkow, ab 10. September
„Die Ankunft“, Collage mit Texte von Elfriede Jelinek, Regie: Jan Philipp Gloger, ab 26. September
„Na gut, dann Action!“ von Henry Shields, Regie: Christian Brey, deutsche Erstaufführung, ab 14. November
„Der Untergang der Titanic“ von Hans Magnus Enzensberger, Regie: Jan Philipp Gloger, ab 12. Dezember
„Hedda“ nach Henrik Ibsen, Fassung mit Texten von Gerhild Steinbuch, Regie: Felicitas Brucker, ab 21. Jänner 2027
„Der Liebling“ von Svenja Viola Bungarten (ÖEA), Regie: Milena Mönch, ab 12. Februar 2027
„Jelisaweta Bäm“ nach Daniil Charms, Regie: Claudia Bauer, ab 18. März 2027
„Nestervals 1927“, von Nesterval (UA), Regie: Martin Finnland, ab 8. April 2027
„What if I fall“ von Lies Pauwels (UA), Regie: Lies Pauwels, ab Mai 2027
Breit gefächert ist auch das Programm in den Bezirken. Den Auftakt bildet Mechthild Harnischmachers „Woyzeck“-Inszenierung (18. September), gefolgt vom Familienstück „Die kleine Hexe“ nach Otfried Preußler (Regie: Danielle Strahm-Fend, Premiere: 27. September). Martina Gredler, die in der laufenden Saison „The Boys Are Kissing“ am Haupthaus inszeniert hat, ist für die Österreichische Erstaufführung von Lauren Gundersons „Anthropologie“ verantwortlich (13. November).
Eine Regiearbeit von Sarah Victoria Frick und Martin Vischer, die jüngst die Intendanz von Marie Rötzer am Landestheater NÖ erfolgreich beschlossen haben, steht mit Molières „Die Schule der Frauen“ auf dem Bezirke-Spielplan (19. Februar). Und Arman T. Riahi inszeniert sein neues Stück „Eine schutzwürdige Person“ gleich selbst (9. April).
Was gut läuft, kommt wieder
Erfolgsproduktionen der laufenden Saison kommen wieder – von der „Komödie mit Banküberfall“ bis zum Bezirke-Erfolg „State of the Union“, der ans große Haus wechselt. Kleine Änderungen gibt es im Ensemble: Paula Nocker zieht es an die Volksoper, Nick Romeo Reimann zum Film. Dafür darf sich das Publikum auf drei Neuzugänge freuen.
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