Die Kakapos, die „größten, fettesten und flugunfähigsten Papageien der Welt“, waren in ihrer Heimat Neuseeland schon fast ausgestorben. Da die Vögel nur brüten, wenn die Rimu-Bäume reichlich Beeren tragen – was aber nur alle zwei bis vier Jahre und eben heuer der Fall ist –, hoffen Forscher auf jede Menge Nachwuchs.
Mitte der 1990er-Jahre war die nachtaktive Vogelart akut vom Aussterben bedroht. 1994 war mit nur noch 47 Vögeln ein absoluter Tiefststand erreicht. Dank intensiver Bemühungen von Tierschützern und Forschern hat sich der Bestand der wenigen verbliebenen Kakapos langsam, aber stetig erhöht und ist bis Anfang 2026 wieder auf 237 Exemplare angewachsen.
Brüten nur, wenn Rimu-Baum Früchte trägt
Der Kakapo, der einzige bekannte rezente flugunfähige Vogel ist im Wesentlichen ein Pflanzenfresser. Die Weibchen der dicklichen Vogelart, die stark nach Blumen und Honig riecht, brüten erst ab ihrem neunten oder zehnten Lebensjahr. Allerdings nicht jährlich, sondern nur, wenn die Rimu-Bäume reichlich Früchte tragen – was allerdings nur alle drei bis fünf Jahre der Fall ist. 2026 könnte deshalb – was den Nachwuchs der Kakapos betrifft – ein Rekordjahr werden.
Haben keinerlei Verteidigungsstrategie
Ratten, Marder, Katzen und andere Tiere, die Siedler einst nach Neuseeland eingeschleppt haben, hatten die moosgrünen Kakapos – der Name setzt sich aus den Maori-Wörtern „kaka“ (Papagei) und „po“ (Nacht) zusammen – an den Rand des Aussterbens gebracht. Da es dort früher keine Säugetiere gab, waren die Vögel auch nicht auf Feinde eingestellt: Sie leben auf dem Waldboden, legen dort ihre Eier, können nicht fliegen – und haben keinerlei Verteidigungsstrategien entwickelt.
Art galt bereits als ausgestorben
Die rund vier Kilo schweren Vögel lebten bis 2023 ausschließlich auf vier raubtierfreien Inseln vor der neuseeländischen Küste, wohin die Forscher übersiedelt hatten. Die Tierart wird von Forschern strengstens überwacht. Kakapos galten bereits als ausgestorben, als 1970 dann doch noch einige überlebende Exemplare gefunden wurden.
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