Die Europäische Union will den russischen Patriarchen Kyrill I., Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche, in das nächste Sanktionspaket aufnehmen. Bisherige Bemühungen in diese Richtung waren am ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán gescheitert.
Der Gedankengang in Brüssel ist simpel: Russlands Wirtschaft sei „innerlich so schlecht wie seit Beginn des Krieges nicht mehr“, erklärte ein hochrangiger EU-Beamter laut dem Nachrichtenportal „Politico“. „Es ist wirklich der Moment, um mehr durchzusetzen, weil es Russland nicht gut geht“, hieß es weiter.
Genau da will die EU nun ansetzen und das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche in das neue, 21. Sanktionspaket einschließen. Darüber berichtet die Investigativplattform „The Insider“ unter Berufung auf eine den tschechischen diplomatischen Kreisen nahestehende Quelle.
Russische Kirche steht hinter Putin
Kyrill I. steht voll hinter dem von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Ukraine-Krieg und gilt als Agent des russischen Geheimdienstes. Mit dem Machwechsel in Ungarn wird nun damit gerechnet, endlich EU-Sanktionen durchsetzen zu können – gegen einen Geistlichen, der Russland in einem „Heiligen Krieg“ und im Kampf gegen „Satanismus“ sieht.
Prag hatte im Frühjahr 2023 nationale Beschränkungen gegen den russischen Patriarchen eingeführt. Laut „Politico“ werden auch Unternehmen auf der neuen Sanktionsliste stehen, die mit Getreide aus ukrainischen Gebieten handeln.
Wann genau die EU das neue Paket ankündigen wird, ist unbekannt. Die Verhandlungen befinden sich in einem frühen Stadium. Das 20. Paket war Ende April genehmigt worden.
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