Der Muttertag ist für viele Familien Anlass, gemeinsam Zeit zu verbringen und Danke zu sagen. Auch für Beate aus Lackenbach hat dieser Tag eine ganz besondere Bedeutung.
Die 45-jährige Frau kümmert sich tagtäglich um ihre 72-jährige Mutter Elfriede. Möglich ist das durch das Anstellungsmodell für betreuende Angehörige im Burgenland. Früher war nämlich ihr Alltag kaum zu bewältigen: Denn neben einem 20-Stunden-Job pflegte sie nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihre Großmutter. „Das war eine enorme Belastung“, erinnert sich Beate. Zeit für sich selbst hatte sie kaum.
Ein Hinweis aus ihrem Bekanntenkreis brachte die Wende. „So wurde ich auf das burgenländische Anstellungsmodell für betreuende Angehörige aufmerksam“, schildert die Mittelburgenländerin. Seit 2020 ist sie nun bei den Sozialen Diensten Burgenland angestellt und betreut ihre Mutter in den eigenen vier Wänden. Beide leben gemeinsam mit der Familie in einem Haus in Lackenbach.
Viel Herz in der täglichen Arbeit
Für Beate ist ihre Aufgabe mehr als nur Betreuung, sondern auch ein persönliches Anliegen: „Ich kann ihr zurückgeben, was sie mir früher gegeben hat.“ Ein Satz, der zeigt, wie viel Herz in der täglichen Arbeit steckt. Durch das Anstellungsmodell ist sie jetzt finanziell und versicherungsrechtlich abgesichert.
Die enge Beziehung wird natürlich heute am Muttertag besonders spürbar. Geplant ist ein gemütliches Grillen im eigenen Garten. „Das mag meine Mutter sehr gerne“, schildert Beate. Gemeinsam wird die Familie heute diesen Tag genießen.
400 Personen nutzen das Anstellungsmodell
Mit dem Modell ist das Burgenland österreichweit Vorreiter. Ziel ist es, den Pflegebedürftigen ein würdevolles Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und gleichzeitig Anreize und eine nachhaltige Absicherung für Angehörige zu schaffen. Aktuell wird es von rund 400 Personen genutzt.
„Unser Anstellungsmodell ist ein wesentlicher Baustein unserer Pflegestrategie“, erklärt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Gleichzeitig setze man mit den Pflegeregionen und ihren Stützpunkten einen weiteren wichtigen Schwerpunkt, um eine wohnortnahe und bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
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