„Krone“-Kolumne

Alle Farben des Regenbogens beim ESC

Kolumnen
10.05.2026 06:45

In diesem Jahr darf die Regenbogenfahne, dieses Symbol der LGBTQ-Community für Akzeptanz, Vielfalt und Solidarität, wieder wehen – im Publikum und auf der Bühne, wo sie 2025 verboten war. Schließlich sei der Eurovision Song Contest strikt unpolitisch, so das Argument. Dabei war der ESC immer schon politisch, immer ein Spiegel seiner Zeit. In Wien ist das nicht anders, wie die Boykottforderungen und Absagen rund um die Teilnahme Israels zeigen.

Allerdings stellt sich die Frage, warum queere Menschen überhaupt ein Politikum sein müssen. Warum sich so viele immer noch schwer damit tun, dass der ESC ein riesiges Fest der Vielfalt ist. Wo jeder sein darf, wie er ist, lieben darf, wen er will, und wo Menschenwürde und -rechte gefeiert werden.

Alleine in Österreich sind die Hassverbrechen gegen Homosexuelle im Jahr 2025 um 20 % gestiegen. Rechte und nationalistische Strömungen tragen die Ablehnung von LGBTQ-Menschen ganz offen zur Schau, mit Hetze wird schamlos Politik gemacht. Zur Verteidigung „traditioneller Werte“, heißt es dann – wobei gleiche Rechte für alle anscheinend nicht zu diesem Werte-Kanon zählen. Ob nun Donald Trump, der mit diskriminierenden Gesetzen seine evangelikalen Anhänger befriedigt, oder auch Herbert Kickl. Der würdigte erst unlängst Viktor Orbáns „historischen Verdienst beim Kampf gegen den LGBTQ-Kult“.

Beim ESC haben diese dunkle Verachtung und Ausgrenzung keinen Platz. Dafür alle Farben des Regenbogens.

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