Im Streit zwischen Google und der EU über die Weitergabe von Suchmaschinendaten warnt der US-Konzern vor Datenschutzrisiken. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene Verfahren zur Anonymisierung reiche nicht aus, um die Privatsphäre der Europäer zu schützen, sagte der Google-Forscher Sergei Vassilvitskii.
Mitarbeiter des Unternehmens hätten Nutzer in den Datensätzen in weniger als zwei Stunden erneut identifizieren können, sagte Vassilvitskii der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Google-Experte soll sich am Mittwoch mit EU-Wettbewerbshütern treffen, um strengere Schutzmaßnahmen vorzuschlagen. Die Brüsseler Behörde hatte vor einem Monat Pläne vorgestellt, wonach Google Konkurrenten wie OpenAI Zugang zu Suchdaten gewähren muss. Dazu gehören Informationen über das Ranking, Suchanfragen sowie Klick- und Aufrufdaten.
Die Vorgaben sind Teil des Gesetzes über digitale Märkte (DMA), das die Marktmacht großer Technologiekonzerne eindämmen soll. Die Regulierungsbehörden wollen bis zum 27. Juli über die genauen Maßnahmen entscheiden, die Google umsetzen muss. Bei Verstößen drohen dem Konzern Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
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