„Sind nicht besetzt“

Nur noch Automat an der Schwimmbadkasse

Salzburg
06.05.2026 07:00

Aufstand der Badegäste in Saalfelden in Salzburg, weil es beim Freibad-Eingang keine Ansprechpartner mehr gibt. In Standorten der Landeshauptstadt sind Verkaufsgeräte höchstens Zusatz.

Der Unmut unter Badegästen ist groß: „Ich wundere mich über unsere Schildbürgergemeinde“, schimpft ein Saalfeldner in den sozialen Medien. „Wo bleiben Herz und Seele? Ein Computersystem kann das niemals ersetzen“, meint ein anderer.

Mit 1. Mai öffnete das Obsmarktfreibad seine Pforten. „Kassa nicht besetzt“, warnt ein Schild beim Eingang. Tagestickets können heuer erstmals nur noch am Automaten gezogen werden. Was vielen besonders sauer aufstößt: Wer eine Saisonkarte kaufen will, muss jetzt zuerst an den Ritzensee.

Umstellung im Obsmarktschwimmbad: Es gibt kein Kassenpersonal mehr.
Umstellung im Obsmarktschwimmbad: Es gibt kein Kassenpersonal mehr.(Bild: Kerstin Jönsson)

Mit den Kassendamen von früher geht nicht nur die Bezahlmöglichkeit verloren: „Die Ansprache direkt beim Eingang fehlt“, meint eine Saalfeldnerin, die von der Gemeinde enttäuscht ist, aber lieber anonym bleiben will. Anfragen gibt es vor allem an Tagen mit mehr als 2000 Badegäste viele: Seien es die Schwimmflügel zum Ausleihen, Eltern, die ihre Kinder suchen, die Mietanfrage für Saison-Kabinen oder die Rettung, die eingewiesen werden muss.

Bürgermeister verteidigt Entscheidung
Stadtchef Erich Rohrmoser (SPÖ) rechtfertigt den Schritt: „Das Bad ist nicht unbesetzt. Es sind immer drei Bademeister da.“ Gäste sind aber mehr als skeptisch, dass die Bademeister, die auf die Sicherheit achten, alles übernehmen werden. Mit ein Grund für die Umstellung sei die Herausforderung, überhaupt Saisonkräfte zu finden, so Rohrmoser.

Im Leopoldskroner Bad: Am Freitag startet die Badesaison.
Im Leopoldskroner Bad: Am Freitag startet die Badesaison.(Bild: Markus Tschepp)

In anderen Bädern wie etwa in Schwarzach gibt es noch besetzte Kassen. Und auch in der Landeshauptstadt sieht man das anders. Es gibt in allen drei Bädern Kassenpersonal. „Wir sehen Automaten und den Onlineshop höchstens als Alternative in Randzeiten und bei Ansturm mit langen Wartezeiten“, meint Thomas Buchner von den städtischen Betrieben. Andrea Berger, Kassierin im Lepi, ergänzt: „Der soziale Kontakt bleibt wichtig.“

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