Wer raucht, riskiert, an Asthma zu erkranken! Der Qualm erhöht nicht nur das Risiko für Atemwegserkrankungen an sich, er kann Asthma auslösen, verstärken oder schwerer kontrollierbar machen. Frauen rauchen zwar weniger als Männer, der Trend zeigt aber eine Zunahme vor allem bei Jüngeren. Dabei leiden Frauen besonders häufig unter Asthma!
Im Erwachsenenalter – besonders ab der Lebensmitte – sind Frauen häufiger von Asthma betroffen als Männer. Die Erkrankung äußert sich bei ihnen aber oft auf andere Weise. Vielfach wird dann das Leiden erst spät diagnostiziert – obwohl ein im Vergleich kleineres Lungenvolumen dazu beiträgt, dass Atemnot bei Frauen teils früher einsetzt oder stärker empfunden wird. Nach wie vor unterschätzen viele diese Erkrankung!
„Asthma stellt eine chronische Entzündung der Atemwege (Bronchien), mit einer verstärkten Neigung der Bronchien, sich zusammenzuziehen, dar“, erklärt der Wiener Allgemeinmediziner Dr. Christian Maté. „Die Schwellung, die vermehrte Schleimproduktion und die Verengung führen dazu, dass der Widerstand, den die Atemluft überwinden muss, steigt.“
Durch Asthma oft im Krankenstand
Insgesamt leiden hierzulande rund 500.000 Menschen an dieser Atemwegserkrankung. Häufig betroffen sind 40- bis 65-Jährige, was sowohl das Gesundheitssystem als auch die Arbeitswelt überdurchschnittlich belastet. Atemwegserkrankungen zählen zu den wesentlichen Ursachen krankheitsbedingter Fehlzeiten. Diese Menschen sind oft von nicht-allergischem Asthma betroffen, während allergisches Asthma häufig bereits im Kindesalter beginnt.
Verschiedene Dinge können einen Asthmaanfall auslösen, wie etwa Allergenbelastung, Infektionen, körperliche Anstrengung, Rauch, kalte Luft oder manche Medikamente (z.B. bestimmte Schmerzmittel). Auch psychische Belastung oder manche Berufe (Bäcker) können verantwortlich dafür sein.
Bei Verdacht auf Asthma sollte eine rasche ärztliche Abklärung erfolgen. Bei auffälligen Befunden oder unklarer Diagnose ist eine lungenfachärztliche Untersuchung wichtig.
Behandlung ist heute gut möglich
Asthma bronchiale wird mit verschiedenen Medikamenten behandelt, die helfen, die Atemwege offenzuhalten und Entzündungen zu reduzieren.
Sowohl die Entzündung als auch die Verengung der Bronchien lassen sich durch geeignete Medikamente zum Inhalieren bei regelmäßiger Anwendung gut behandeln. Kortison hemmt die Entzündung und ein oft damit kombinierter Wirkstoff dann das Zusammenziehen der Atemwege. Bei leichtem Asthma genügt ein Medikament für den akuten Bedarf, bei schwererem Asthma ist eine Dauertherapie nötig.
Etwa 4-6 Prozent der Bevölkerung leiden unter der chronischen Atemwegserkrankung, die mit der richtigen Behandlung fast immer gut kontrollierbar ist.

Dr. Christian Maté, Allgemeinmediziner in Wien
Bild: Eva Manhart
Dr. Maté: „Die richtige Anwendung der Inhalationsgeräte ist entscheidend für eine gute Wirkung. Viele Menschen machen dabei Fehler. Daher ist eine Schulung dazu empfehlenswert.“
Der Umgang mit der Erkrankung kann herausfordernd sein, aber mit den richtigen Maßnahmen ist meist ein Leben ohne Einschränkungen möglich. Studien zeigen übrigens, dass gerade Frauen auf die modernen Behandlungsmöglichkeiten für schweres Asthma häufig sehr gut ansprechen, was die Aussicht auf eine bessere Krankheitskontrolle deutlich verbessert.
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