Bad Radkersburg

Wirbel um Spitalsreform geht in die nächste Runde

Politik
30.04.2026 07:00

Die Bewohner von Bad Radkersburg befürchten, dass 100 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Orthopädie-Abteilung des Spitals könnte abwandern. Außerdem politisch: Mängel in der Kinder- und Jugendhilfe und Kritik an fehlendem Sozialbericht.

Die Abwanderung der Orthopädie von Bad Radkersburg nach Deutschlandsberg schlägt im Thermenort weiter hohe Wellen: Jetzt wendet sich die Plattform für ein lebenswertes Bad Radkersburg rund um Christian Neuhold mit einem Schreiben wieder direkt an Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) und FPÖ-Klubobmann Marco Triller. Darin befürchtet die Initiative durch den „Transfer“ in die Weststeiermark den Wegfall von 100 Arbeitsplätzen vor Ort.

Initiative wendet sich mit Schreiben an Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP).
Initiative wendet sich mit Schreiben an Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP).(Bild: Christian Jauschowetz)

„Das ist und bleibt eine Katastrophe, die man nicht schönreden kann.“ Bei der Kages relativiert man: „Für alle Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen gilt eine Beschäftigungsgarantie im Unternehmen. Notwendige Adaptierungen des Personalstandes erfolgen durch die natürliche Fluktuation und Versetzungen innerhalb des Unternehmens“, heißt es auf „Krone“-Anfrage.

Schwere Mängel
„Alarmierende Zustände“ in der Kinder- und Jugendhilfe

Die Volksanwaltschaft hat in einer Schwerpunktprüfung (auch 15 steirische Einrichtungen waren dabei) schwere Mängel in der Kinder- und Jugendhilfe festgestellt. Es fehlen Schutzkonzepte, Dienstzimmer sind zu weit von Kinderzimmern entfernt, es mangelt an Personal.

Alexander Melinz und die Kommunisten
Alexander Melinz und die Kommunisten(Bild: Christian Jauschowetz)

„Die Zustände sind alarmierend“, sagt KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz und kritisiert, dass Blau-Schwarz den Sozialbericht abgeschafft hat. „Ohne diese verlässlichen Daten wird es schwieriger, Probleme frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.“ Die Regierung nehme in Kauf, dass Missstände wie hier „unsichtbar“ gemacht würden. Die KPÖ versucht nun, Antworten per schriftlicher Anfrage zu erhalten.

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