Das Detektivspiel „The Darkest Files“ ist das beste deutsche Computerspiel 2026. Das Berliner Entwicklungsstudio Paintbucket Games gewann beim Deutschen Computerspielpreis in München in der mit 100.000 Euro dotierten Hauptkategorie – und heimste zudem 40.000 Euro für den Gewinn in der Kategorie „Bestes Serious Game“ ein.
Die Auszeichnung gilt als wichtigster Preis für die deutsche Games-Branche, in den 15 Kategorien werden Preisgelder von insgesamt 800.000 Euro vergeben. In „The Darkest Files“ schlüpfen die Spielerinnen und Spieler in die Rolle einer Staatsanwältin und bringen in der Nachkriegszeit NS-Verbrechen vor Gericht.
Nominiert für den Hauptpreis und somit ebenfalls mit Preisgeld bedacht waren zudem „Anno 117: Pax Romana“ und „Tiny Bookshop“. Die historische Städtebau-Simulation von Ubisoft Mainz setzte sich auch in der Kategorie „Beste Innovation & Technologie“ durch, während das „Cozy“-Game vom Entwickler Neoludic Games sich die Auszeichnung „Nachwuchspreis Bestes Debüt“ sicherte.
Sonderpreis für Extremismusprävention
Das Spiel „The Berlin Apartment“ von Blue Backpack über die Geschichte der deutschen Hauptstadt konnte ebenfalls in zwei Kategorien überzeugen und bekam die Auszeichnungen für die „Beste Story“ sowie das „Beste Grafikdesign“.
Die Trophäe für das „Studio des Jahres“ ging an Weltenbauer Software Entwicklung aus Wiesbaden. Mit dem Sonderpreis der Jury wurde der Forschungsverbund RadiGaMe geehrt, der sich für Extremismusprävention in digitalen Räumen engagiert und die Instrumentalisierung von Gaming-Plattformen durch extremistische Propaganda untersucht.
Die deutsche Bundesregierung vergibt den Deutschen Computerspielpreis gemeinsam mit dem Verband der deutschen Games-Branche Game alljährlich an die aus Jurysicht besten Spiele des Landes. In den nationalen Kategorien können deshalb nur Produktionen eingereicht werden, die zu mindestens 80 Prozent in Deutschland entwickelt wurden.
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