Angriff auf Raffinerie
Brand in Tuapse: Öl-Regen verklebt Hunden das Fell
Die Ukraine hat mit ihren Drohnenangriffen auf die Schwarzmeerstadt Tuapse die russische Ölindustrie schwer getroffen. Der Brand in der Raffinerie am Hafen hat schlimme Folgen für Mensch und Tier. Unterdessen gab es neue Attacken auf Erdöl-Anlagen tief in Russland.
Stadtbewohner, die nahe der Ölraffinerie leben, mussten am Dienstag in Sicherheit gebracht werden. Unklar war, wie lange die Evakuierung dauern sollte. Russische Medien berichteten von einer starken Luft- und Meeresverschmutzung in der Region infolge des Brandes. Von Ölpartikeln, die mit dem Regen als schwarze, schmierige Tropfen niedergingen, waren auch streunende Hunde betroffen.
Öl „praktisch festgeklebt“
Aufnahmen zeigen Freiwillige, die die mit Öl verschmierten Tiere waschen (siehe Video oben). Ein Freiwilliger berichtete, das Öl habe sich so stark im Fell und an den Schwänzen der Tiere festgesetzt, dass es „praktisch festgeklebt“ sei.
Brand unter Kontrolle
Inzwischen sei der Brand in der Raffinerie und im Ölverladeterminal unter Kontrolle, sagte der russische Katastrophenschutzminister Alexander Kurenkow am Dienstagabend nach einer Krisensitzung in Tuapse.
Kiew zielt bei seinen Attacken bewusst auf die Ölindustrie, weil Russland mit deren Einnahmen den von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf der Ukraine wegen der Angriffe auf die Ölindustrie vor, damit die Energiekrise auf den Weltmärkten zu verschärfen. Er erinnere daran, dass das in Tuapse nun verbrannte und ausgelaufene Öl für den Export bestimmt gewesen sei.
Neue Angriffe bis zum Ural
Bei neuen Angriffen hat die Ukraine unterdessen weitere Ölanlagen in den russischen Städten Perm und Ursk im Ural-Gebirge getroffen. In Perm wurden die Pumpstation einer wichtigen Ölpipeline getroffen. Videos zeigten über dem Brandherd eine dicke schwarze Rauchwolke. In Orsk, ganz im Süden des Ural-Gebirges, galt der Angriff offenbar der dortigen Ölraffinerie, wie der russische Telegramkanal Astra berichtete. Beide Orte liegen zwischen 1500 und 1800 Kilometer von der Ukraine entfernt. Russische Behörden bestätigten die Angriffe, äußerten sich aber nicht zu Schäden.
Videos im Netz zeigen die Auswirkungen der ukrainischen Drohnenangriffe:
Selenskyj: Moskau soll Krieg beenden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer neuen Stufe beim Einsatz von Langstreckenwaffen seiner Armee. „Es ist wichtig, dass jeder Schlag die Leistungsfähigkeit der russischen Rüstungsindustrie, Logistik und die Ölexporte verringert“, schrieb er in sozialen Netzwerken. Es sei jedem klar, dass der Angreifer Russland seinen Krieg beenden müsse. „Es ist Zeit, zur Diplomatie überzugehen, und Moskau sollte dieses Signal hören.“









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