Nach den Schüssen am Rande einer Gala-Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump wird dem Verdächtigen versuchter Mord vorgeworfen. Das teilte das zuständige Gericht am Montag bei einer Anhörung mit. Wie berichtet, hatte ein bewaffneter Mann am Samstagabend versucht, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse.
Der Verdächtige ist laut Medienberichten 31 Jahre alt und kommt aus dem US-Bundesstaat Kalifornien. Er hat als Nachhilfelehrer und Spieleentwickler gearbeitet. Ein früherer Schüler beschrieb ihn als „völlig durchschnittlich“. Er war als parteiloser Wähler registriert, hat im Jahr 2024 aber einen kleinen Betrag für den Wahlkampf der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris gespendet.
Der 31-Jährige soll nun auch wegen der Verwendung einer Schusswaffe und wegen tätlichen Angriffs auf einen Bundesbeamten unter Einsatz einer gefährlichen Waffe angeklagt werden. Das genaue Motiv des Täters ist bisher unklar. 2023 hat er eine Pistole legal erworben, 2025 eine Schrotflinte. Beide Käufe hätten Hintergrundüberprüfungen durch das FBI erfordert
Debatte über Sicherheitsvorkehrungen
Der Verdächtige hat sich selbst über die lockeren Standards bei den Sicherheitsvorkehrungen gewundert. Der Angriff auf die Gala mit Trump und vielen weiteren Regierungsmitgliedern hat in den Vereinigten Staaten jetzt überhaupt eine Debatte über das Sicherheitskonzept ausgelöst. Wie die „Washington Post“ und Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, stufte die Regierung das Event nicht mit der Sicherheitsstufe ein, die für ähnliche Versammlungen hochrangiger Amtsträgerinnen und Amtsträger üblich ist. Damit seien nicht die vollen Ressourcen ausgeschöpft worden.
„Ich kann kaum glauben, wie lax die Sicherheitsvorkehrungen heute Abend beim White House Correspondents‘ Dinner waren“, schrieb MAGA-Aktivistin Kari Lake auf der Plattform X. Es habe „praktisch keine Sicherheit“ gegeben, legte sie später nach. Der einflussreiche republikanische Senator Chuck Grassley setzte eine Anhörung an, um sich vom Secret Service über das Sicherheitskonzept informieren zu lassen. Der Chef der Bundespolizei FBI, Kash Patel, kündigte bereits eine Überarbeitung des Konzepts an. Er führe bereits mit dem Heimatschutzministerium und dem Secret Service Gespräche.
Tatsächlich mussten Gäste erst unmittelbar vor dem Ballsaal, in dem das Dinner stattfand, durch eine Sicherheitsschleuse und nicht schon beim Eintritt in das Hilton Hotel. Unter den Gästen waren unter anderem US-Vizepräsident James Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Peter Hegseth und Mike Johnson, der Vorsitzende des Repräsentantenhauses.
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