Interview zu Schüssen
Trump zu Journalistin: „Sie sind eine Schande“
Im ersten Interview nach den Schüssen beim Gala-Dinner des Weißen Hauses konfrontierte die CBS-Journalistin Norah O‘Donnell Trump mit dem Manifest des mutmaßlichen Schützen. Als sie daraus vorliest, wird der US-Präsident laut und beleidigt O‘Donnell persönlich.
Kurz vor seiner Tat schickte der mutmaßliche Schütze Cole Allen seinen Familienmitgliedern ein Manifest gegen den US-Präsidenten. Das Dokument trieft nur so von Hass: „Ich bin nicht länger bereit, zuzulassen, dass ein Pädophiler, Vergewaltiger und Verräter meine Hände mit seinen Verbrechen befleckt“, heißt es darin etwa.
„Sie sollten sich schämen“
Während des „60 Minutes“-Interviews wurde Trump zunächst zu dem Manifest befragt, dann las die Journalistin Behauptungen daraus vor. Der US-Präsident fuhr prompt aus der Haut. „Ich bin kein Vergewaltiger, ich bin kein Pädophiler“, sagte er. Dann ging er auch noch auf die Reporterin los. Er rügte O‘Donnell dafür, „Mist“ vorzulesen, „der von irgendeinem kranken Menschen“ geschrieben worden sei. Schließlich wurde er persönlich und nannte sie „eine Schande“ und sagte, sie solle sich schämen.
Extended interview: @NorahODonnell sat down with President Trump to discuss the moment he was rushed out of the White House Correspondents' Dinner after a gunman charged a security checkpoint. pic.twitter.com/NQp5FmG52J
— 60 Minutes (@60Minutes) April 27, 2026
Journalistin: „Denken Sie, er meint Sie damit?“
Auf die persönliche Anfeindung reagierte O‘Donnell ruhig und fragte Trump, ob er glaube, der Angreifer habe sich mit seinen abwertenden Aussagen auf ihn bezogen: „Denken Sie, er meint Sie damit?“ Der US-Präsident fuhr damit fort, die Journalistin zu beleidigen: „Sie sind eine Schande, aber lesen Sie weiter.“
Trump über Situation bei Gala: „War nicht besorgt“
O‘Donnell fragte Trump außerdem, wie er sich gefühlt habe, als er bemerkte, dass ein Bewaffneter in seiner Nähe war. Der Präsident gab sich betont gelassen: „Ich war nicht besorgt. Ich kenne das Leben. Wir leben in einer verrückten Welt.“
Trump hält Schützen für Christenhasser
Während Trump Norah O‘Donnell angriff, als sie über das Manifest des mutmaßlichen Schützen sprach, hatte er es einen Tag zuvor selbst bei einem Gespräch mit „Fox News“ erwähnt. „Wenn man sein Manifest liest, merkt man, dass er Christen hasst“, sagte Trump zu Fox und fügte hinzu: „Das ist sicher. Er hasst Christen, er hasst sie zutiefst.“
Trump will Event wiederholen
Auf das Event angesprochen sagte der US-Präsident, er halte es für sehr wichtig, das Abendessen zu wiederholen. Er wolle verhindern, dass „ein Verrückter dafür sorgen kann, dass so etwas abgesagt wird.“ Weiter sagte er: „Wir werden es wiederholen … Wir sollten es innerhalb von 30 Tagen tun, und dann werden die Sicherheitsvorkehrungen noch verstärkt und das Gelände stärker gesichert sein.“









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