Studentenwohnheim

„Bei uns gibt es keine Wucherpreise!“

Tirol
27.04.2026 10:00

Neuer Anlauf für das neue Studentenheim in der Maximilianstraße in Innsbruck: Die Betreiber laden Stadt zum Runden Tisch ein und verweisen auf Vorzüge des Projektes. 

„In keiner anderen Stadt in Österreich ist die Wohnsituation so angespannt wie in Innsbruck. Zusätzliche Studentenheimplätze sind dringend notwendig“, betont Bernhard Tschrepitsch, Generalsekretär der österreichweit tätigen Akademikerhilfe. Sie verwaltet insgesamt 5000 Plätze, in Innsbruck 529.

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Gerne sind wir bereit, dem Bürgermeister und den Ausschüssen das Projekt noch einmal im Detail zu präsentieren.

Franz Pichler

In der Tiroler Landeshauptstadt gibt es laut offizieller Auskunft der Stadt 40 Studierendenheime, aktuell befinden sich drei weitere in Bau und zwei weitere in Planung, der Baustart ist aber jeweils noch offen. Das Projekt Maximilianstraße hätte den Vorteil, dass es sofort umgesetzt werden könnte: Die Pläne sind fix und fertig mit der Stadt abgestimmt, zudem fallen für diese keine Kosten an. Das einzige, was derzeit fehlt, ist ein ergänzender Bebauungsplan. 

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Unsere Heimpreise werden auf Basis des Kostendeckungsprinzips kalkuliert. Es gibt kein Ausreizen des Marktes.

Bernhard Tschrepitsch

Damit dieser doch noch zustande kommt, regen das steirische Benediktinerstift Admont als Eigentümer und die Akademikerhilfe nun einen Runden Tisch mit der Politik an. „Wir würden nach wie vor das Projekt Maximilianstraße sehr gerne realisieren und glauben, damit einen weiteren Beitrag für das wichtige Innsbrucker Thema von leistbarem Wohnraum für Studentinnen und Studenten zu leisten“, sagt Franz Pichler, Wirtschaftsdirektor von Stift Admont. Seitens des Stiftes sei man stets den Wünschen und Vorschlägen der Verwaltung, der Sachverständigen und der Experten umfassend und vollumfänglich nachgekommen.

„Vielleicht gab es ja Missverständnisse“ 
„Gerne sind wir bereit, dem Bürgermeister und den zuständigen Ausschüssen das Projekt noch einmal im Detail zu präsentieren – vielleicht gab es ja Missverständnisse“, sagt Pichler.

Die Planung sehe eine „schonende Bebauung des Innenhofes“ vor, wo bereits versiegelte Flächen in studentisches Wohnen umgewandelt werden. „Die seitens der Stadtplanung angeregten Materialien und Begrünungen folgen in einem hohen Maße dem Grundsatz von nachhaltiger Bebauung. Die derzeit unansehnliche Brachfläche wird massiv aufgewertet – auch für die Nachbarn.“

Das Stift Admont sehe es auch als seinen Auftrag, jungen Menschen studentische Wohnunterkünfte in sehr guten Lagen zur Verfügung zu stellen: Man gehe „bewusst nicht den Weg der Gewinnmaximierung und des Abverkaufs“, sondern wolle „langfristig Verantwortung übernehmen“. „Die Heimpreise werden auf Basis des Kostendeckungsprinzips kalkuliert. Es gibt kein Ausreizen des Marktes oder gar Wucherpreise wie bei manchen gewerblichen Anbietern“, betont Tschrepitsch, „wir könnten die zusätzlichen Heimplätze sofort belegen. Dies würde den engen Markt entlasten.“ Die Innsbrucker Grünen haben bereits signalisiert, das Gesprächsangebot annehmen zu wollen.

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