Vorwürfe gegen Arzt

Nackte Patientinnen heimlich gefilmt, missbraucht

Steiermark
14.06.2026 06:15

Schwere Vorwürfe werden gegen einen Grazer Internisten erhoben: Der Mediziner soll in seiner Privatordination Patientinnen, die teilweise sogar sediert waren, auf einem Gynäkologenstuhl sexuell missbraucht und dabei heimlich gefilmt haben. Eine Unmenge verstörender Fotos und Videos wurden auf seinem Handy sichergestellt. 

Was für ein Albtraum: Ein Arzt, der das Vertrauen seiner weiblichen Klienten missbraucht, sie heimlich nackt filmt und sich an den teilweise sedierten jungen Frauen vergeht! Die Vorwürfe, die Patientinnen gegen einen Internisten aus Graz erheben, sind schockierend. Unter dem Vorwand notwendiger Untersuchungen soll der über 60-Jährige seine meist jungen und schlanken Opfer dazu gebracht haben, sich auszuziehen.

Die Untersuchung fand dann nicht, wie bei einem Internisten üblich, auf einer Liege statt, sondern auf einem Gynäkologenstuhl. Die Ordinationszeiten waren nach den offiziellen Öffnungszeiten, und die Privatpraxis betraten die Frauen durch einen Hintereingang. Sprechstundenhilfen waren dabei niemals anwesend.

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Ich war eingeschüchtert, habe mich geschämt. Aber wegen der positiven Bewertungen über ihn im Internet musste ich damit an die Öffentlichkeit, um zu warnen.

Ein mutiges Opfer

Zahlreiche Fotos und Videos – doch wer sind die Opfer?
Ins Rollen brachte den skandalösen Fall eine Patientin, der ein Handy aufgefallen war, deren Linse genau auf den Untersuchungsbereich gerichtet war. Auf den Datenträgern des Mediziners entdeckten die Ermittler des Landeskriminalamtes dann zahlreiche verstörende Videos und Videos von nackten Frauen, der Zoom der Kamera soll meist auf deren Intimbereich gerichtet gewesen sein.

Viele der Fotos und Videos konnten noch gar nicht zugeordnet werden. Die Aufnahmen gehen bis in das Jahr 2012 zurück, viele Opfer sind noch unbekannt.

Geschockt über heimliche Aufnahmen
Den acht Patientinnen, die bislang befragt werden konnten, täuschte der Arzt Untersuchungen in deren Intimbereich vor, die laut Gutachten überhaupt nicht lege artis waren. Bei den Eingriffen trug der Mann teilweise keine Handschuhe. Über die heimlichen Filmaufnahmen waren die Frauen geschockt.

Der Verdächtige (der inzwischen seinen Beruf nicht mehr ausüben darf und für den die Unschuldsvermutung gilt) erklärte, sein Handeln sei stets medizinisch indiziert gewesen – und die Filmaufnahmen seien stets mit (mündlichem) Einverständnis der Patientinnen erfolgt... Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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