Empört gab sich die slowenische Regierung über die Aufnahme unserer Landeshymne ins Symbolegesetz. Wesentlich schweigsamer ist sie, wenn es um ihr grenznahes AKW geht.
Alle möglichen Register diplomatischen Protests zogen die Slowenen, als die blau-schwarze Landesregierung das Dachsteinlied zunächst in der Verfassung verankern wollte und es mangels Zwei-Drittel-Mehrheit schlussendlich ins Landes-Symbolegesetz hievte. Staatspräsidentin, Regierungschef und Botschafter schickten geharnischte Beschwerdebriefe und überzogen die Steiermark verbal mit Schimpf und Schande. Auswirkungen des historischen Liedtextes auf die slowenische Lebensrealität? Null. Die Grüne Mark stellt bekanntlich keine Gebietsansprüche.
Im Gegensatz dazu ist das slowenische Kraftwerk Krško sehr wohl eine reale Bedrohung für die Steirer. Seit Jahren kommt es in dem Schrottmeiler, der nur rund 120 Kilometer Luftlinie von Graz entfernt ist, zu Störfällen. Dass der Atomreaktor noch dazu auf einer Erdbebenlinie liegt, macht die Sache auch nicht unbedingt besser.
Mit Achselzucken und der alten Leier, das grenznahe AKW wäre sicher, reagiert die slowenische Regierung seit Jahren auf die Bedenken ihrer Nachbarn. Und dann wundert man sich an der Save, dass die Landesregierung auf Durchzug schaltet, wenn gegen die Landeshymne mobil gemacht wird?
Einen schönen Sonntag!
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