„Körperlich übergriffig!“ Eine Helferin in einem Kindergarten im burgenländischen Bezirk Neusiedl am See sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Die Bildungsdirektion untersucht den Fall.
Diese Anschuldigungen stiften große Verunsicherung: In einem anonymen Schreiben werden gegen eine Mitarbeiterin des Kindergartens in Deutsch Jahrndorf schwere Vorwürfe erhoben. Demnach soll die Betreuerin gegenüber einem Schützling „körperlich übergriffig“ geworden sein, wird Alarm geschlagen. Den Vorfall sollen mehrere Kinder miterlebt und daheim den eigenen Eltern erzählt haben, ist nachzulesen.
Verfahren im Laufen
Laut dem Brief hätten die Schilderungen der kleinen Zeugen den Fall ins Rollen gebracht. Eine Meldung erging an die Bildungsdirektion. Dass der Fall vorliegt und ermittelt wird, bestätigt die Verwaltungsbehörde, verweist allerdings auf ein laufendes Verfahren. Mehr ist offiziell vorerst nicht zu erfahren.
Bei dem sogenannten Vorfall hat sie ihren eigenen Sohn, der sehr aufgeweckt war, in den Vorraum gesetzt, bis er sich beruhigt hatte.
Bürgermeister Gerhard Bachmann über die Vorwürfe gegen seine Nichte
Bürgermeister klärt über die Hintergründe auf
Kritisch angemerkt ist in dem anonymen Schreiben weiters, dass es sich bei der beschuldigten Kindergartenassistentin um die Nichte des Bürgermeisters handeln soll. Dieses Detail ist das einzige, das Ortschef Gerhard Bachmann (SPÖ) bestätigen kann. „Meine Nichte ist neben zwei Pädagoginnen eine von drei Helferinnen im Kindergarten. Bei dem sogenannten Vorfall hat sie ihren eigenen Sohn, der sehr aufgeweckt war, in den Vorraum gesetzt, bis er sich beruhigt hatte. Ein Kind dürfte das zu Hause weitererzählt haben. Körperliche Übergriffe hat es überhaupt nicht gegeben“, klärt der Bürgermeister auf.
Der Brief, gespickt mit Vorwürfen, wurde unter anderem an die Gemeindeaufsicht sowie die Kinder- und Jugendhilfe geschickt. Eine Kindergarteninspektorin sei bereits vor Ort gewesen, so Bachmann: „Aus ihrer Sicht ist nichts von strafrechtlicher Relevanz vorgefallen und bestehe kein Handlungsbedarf.“ Jeder, der Interesse hat, könne sich den Bericht der Inspektorin über den Kindergarten durchlesen, der Report liege auf dem Gemeindeamt auf.
Hinter Anschuldigungen wird „Racheakt“ vermutet
Der Bürgermeister vermutet hinter den Vorwürfen einen „Racheakt“, weil es künftig nur noch eine statt zwei Kindergartengruppen geben wird. Derzeit sind 23 Schützlinge zu betreuen. „Die Zeiten von Corona und des verstärkten Zuzugs sind vorbei. Zwei Gruppen sind wirtschaftlich nicht mehr vertretbar“, erklärt Bachmann. Abzuwarten ist noch der Bericht der Bildungsdirektion.
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