In 27 Fällen angeklagt
Islamischer Religionslehrer vergewaltigte Schüler
Ein islamischer Religionslehrer aus Deutschland steht unter Verdacht, mindestens acht Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht und teils bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Schmerzen der Opfer hätten den gelernten Erzieher (35) belustigt, so die Anklage.
Vor dem Landgericht Ellwangen im Bundesland Baden-Württemberg muss sich der verheiratete Islamgelehrte derzeit wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Misshandlung von Minderjährigen verantworten.
27 Straftaten
Der 35-Jährige soll sich laut Anklagevertretung in einem Schülerwohnheim in Giengen an der Brenz in seiner Funktion als sogenannter Hodscha an den Schülern vergangen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der deutsche Staatsbürger zwischen 2021 und 2024 insgesamt 27 Straftaten begangen haben.
Opfer zwischen 12 und 17 Jahren
Bei den Betroffenen handelt es sich laut „Bild“-Zeitung um acht Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Vorwürfe reichen von schwerem sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen bis hin zu Vergewaltigung und Körperverletzung.
Er nutzte diese Situation, um sexuelle Handlungen an den Schülern durchzuführen und um sexuelle Handlungen von den Schülern an sich durchführen zu lassen.
Staatsanwältin Alexandra Henning
Mit gemeinsamen Filmabenden ins Büro gelockt
Der Koranlehrer soll die Jugendlichen unter anderem mit gemeinsamen Filmabenden in sein Büro gelockt und dort mehrfach missbraucht haben. Er habe sie zu Massagen und sexuellen Handlungen gezwungen, bis hin zum Oralverkehr, so die Staatsanwältin. Dabei soll er seine Stellung als religiöse Autorität betont und ausgenutzt haben. Er habe die Kinder unter Druck gesetzt und so zum Schweigen gebracht.
Auch körperliche Misshandlungen sind Teil der Anklage. Einzelne Kinder sollen demnach teils bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden sein. Der gelernte Erzieher soll den Opfern Schmerzen zugefügt und sich daran belustigt haben, so die Anklage weiter.
Was ist ein Hodscha?
Die Bezeichnung Hodscha (Hoca) wird oft für einen Religionslehrer verwendet. Ein Hodscha braucht nicht zwingend eine akademische Ausbildung, muss aber Gebete in arabischer Sprache beherrschen und Betende anleiten können. Das Wort kommt in verschiedenen Sprachen vor. In der Türkei wird das Wort oft auch als respektvolle Anrede allgemein für einen Lehrer oder Lehrerin verwendet. Die Bedeutung des Wortes variiert je nach Epoche und Region.
Lehrer seit Jänner in U-Haft
Der Tatverdächtige befindet sich seit Mitte Jänner in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt kündigte seine Verteidigerin an, dass er sich zu den Vorwürfen äußern werde – allerdings tat er dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt worden. Die Kinder werden im Verfahren vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Ein Urteil könnte im Mai fallen









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