14-Jähriger verletzt

Mit aufgemotztem E-Scooter auf Alpenstraße: Crash!

Kärnten
02.06.2026 20:00

Ein Villacher raste am Samstag mit seinem E-Scooter über die Villacher Alpenstraße und stürzte in einer engen Kurve. Johannes Hörl, Geschäftsführer der Panoramastraße, ist verwundert. Die Geräte wurden bislang auf der Straße nicht gesichtet.

Die Villacher Alpenstraße ist besonders wegen ihrer vielen Kurven und ihrer schönen Aussicht bekannt. Die Panoramastraße schlängelt sich mit insgesamt sieben engen Kehren und 116 weiteren Kurven den Dobratsch hinauf. Dabei überwindet sie rund 1200 Höhenmeter. Speziell Biker lieben die sechs Meter breite Strecke. Und auch ein 14-Jähriger dürfte an der Panoramastraße Gefallen gefunden haben.

E-Scooter auf 60 km/h getunt
Er war am Samstagnachmittag gegen 19.10 Uhr mit einem E-Scooter dort unterwegs – der Ausflug endete für den 14-Jährigen tragisch. „Bei der Abfahrt kurz vor der Kehre 4 kam der Villacher zum Sturz und verletzte sich dabei schwer“, berichtet die Landespolizeidirektion. Der Bursche wurde nach Erstversorgung von der Rettung in das LKH Villach gebracht. Bei näherer Besichtigung des Fahrzeuges konnten die Beamten Mängel am E-Scooter feststellen.

Besonders auffällig war der getunte Motor – das Fahrzeug konnte durch den illegalen Umbau statt vorgesehenen 25 km/h eine Geschwindigkeit von 60 km/h erreichen. „Das ist insofern beachtlich, weil auf der Strecke wegen Sicherheitsgründen maximal 70 km/h erlaubt sind.“

Immerhin „hat der 16-Jährige einen Helm getragen“, so die Beamten. Das Tragen des Kopfschutzes ist seit 1. Mai für unter 16-jährige Pflicht. Zu dem Unfall am Wochenende meldete sich nun auch der Geschäftsführer der Villacher Alpenstraße und zeigte sich überrascht.

E-Scooter sind eher selten
Denn es ist sehr untypisch, dass E-Scooter auf den Straßen gesichtet werden. „Auf der Alpenstraße fahren hauptsächlich Autos und Motorradfahrer, die auch Maut zahlen müssen“, ist Hörl erstaunt über den Vorfall.

„Mit dem E-Scooter sind normalerweise keine Besucher unterwegs. Das ist auch verständlich, da man im Gebirge und alpinen Umfeld mit ausreichend Reichweite und Sicherheit ausgestattet sein sollte. Auch wenn der Scooter auf 60 km/h getunt gewesen war, schafft er es bei der üblichen Akkuleistung nicht lange“, schließt der Geschäftsführer.

Er hofft, dass der Unfall für den Minderjährigen glimpflich ausgegangen ist und er sich auf dem Weg der Besserung befindet. Außerdem rät er von solchen gefährlichen Aktionen ab und appelliert an die Eltern, „den Jugendlichen ihre Verantwortung bewusst zu machen“.

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