Kunstmuseum Linz

Pechstein im Lentos: „Bilder reisen nie allein“

Oberösterreich
17.04.2026 16:00

Das Linzer Kunstmuseum Lentos bereitet gerade das Ausstellungs-Highlight des Jahres vor. Ab Donnerstag, 23. April, präsentiert man eine Retrospektive zum berühmten Expressionisten Max Pechstein. Die „Krone“- durfte hinter die Kulissen blicken.

Er zählt zu den beliebtesten Vertretern des Expressionismus: Max Pechstein (1881-1955) war als Mitglied der Künstlergruppe „Die Brücke“ eine treibende Kraft in jener Generation, die die Malerei vom Akademismus löste und in ein gefühlvolles, ausdrucksstarkes Farbabenteuer überführte.

Am Kunstmarkt zählen Pechsteins Werke zur oberen Klasse, in den Museen gelten sie als Publikumsmagnet – und sie reisen nicht alleine. „Ich begleite die Ausstellung, die durch mehrere Länder in Europa geht“, sagt Silvia Arce, Institut für Kulturaustausch in Tübingen, beim „Krone“-Besuch im Lentos.

Jeder „Schritt“ muss dokumentiert werden
Viele der Werke – 60 Grafiken und 40 Ölgemälde -, die im Lentos zu sehen sein werden, sind noch in Transportkisten verpackt.

Sieglinde Prehn, Restauratorin vom Max-Pechstein-Museum in Zwickau, und Andreas Strohhammer, Restaurator im Lentos, packen gemeinsam aus: „Wir überprüfen den Zustand der Werke, gleichen die Zustandsprotokolle ab – alles wird dokumentiert“, sagt Prehn. „Wenn ein Schaden passieren würde, muss genau nachgewiesen werden, wann er geschah“, so Strohhammer.

Die Restauratoren Sieglinde Prehn (Zwickau) und Andreas Strohhammer (Lentos) packen ein ...
Die Restauratoren Sieglinde Prehn (Zwickau) und Andreas Strohhammer (Lentos) packen ein verglastes Gemälde aus.(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Das Licht ist der Feind der Grafiken
Der „gefährlichste Teil“ ist übrigens der Transport: „Durch Erschütterungen könnten sich Farbschollen lösen. Auch während der Ausstellung werden die Exponate von uns regelmäßig überprüft.“ Von den Grafiken gibt es gleich zwei Konvolut. Jeweils nur eines wird an einem Ort gezeigt, das andere bleibt in der Dunkelheit: „Das empfindliche Papier darf nicht fortwährend Licht ausgesetzt sein“, nennt Prehn als Grund.

Frühwerk „Geierwally“.
Frühwerk „Geierwally“.(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)
(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Die Gemälde von Pechstein, die im Lentos ab 23. April zu sehen sein werden, sind hinter Glas, bis auf das Frühwerk „Geierwally, das er mit 14 Jahren gemalt hat. Es gibt nur wenige Frühwerke, die meisten sind verschollen“, weiß Arce, die sich auf die Lentos-Schau freut: „Ich bin ein Fan des Expressionismus, die Farben und die Lebendigkeit ziehen mich richtig ins Bild.“ 

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