Neue Funde

Asbest-Alarm bei Spielplatz und Wohnsiedlung

Burgenland
14.04.2026 18:05

Wieder gibt es Funde des krebserregenden Materials, dieses Mal im burgenländischen Ollersdorf sowie im ungarischen Szombathely. Greenpeace übt nun scharfe Kritik an der Landesregierung.

Erster Schauplatz ist ein Kinderspielplatz in Ollersdorf. Bei den dortigen Begrenzungssteinen ist laut Greenpeace „offensichtlich“, dass diese Asbest enthalten. Die Umweltschützer haben im Zuge der Dreharbeiten für einen TV-Bericht Proben genommen, nachdem es Hinweise aus der Bevölkerung gab. Das Laborergebnis steht aber noch aus. Laut Greenpeace sind die Asbestfasern allerdings mit bloßem Auge erkennbar.

Spielplatz gesperrt
Bürgermeister Bernd Strobl hat den Spielplatz vorsorglich behördlich sperren lassen. Er habe auch sofort mit den zuständigen Stellen im Land sowie der Taskforce Kontakt aufgenommen. Nun warte man auf deren Direktive. Von der Asbestgefahr habe er durch den TV-Bericht erfahren. „Ich war überrascht, dass Greenpeace nicht mit mir in Kontakt getreten ist“, so Strobl. Er wisse aber von keinen Fällen, bei denen Kinder die betroffenen Steine mechanisch bearbeitet hätten.

Das Land fordert er zu einem landesweit einheitlichen Vorgehen auf: „Punktuelle Einzelmaßnahmen helfen hier nicht weiter, sondern verunsichern die Bevölkerung nur noch weiter.“

Asbest auf Straßen
Der zweite Schauplatz befindet sich im ungarischen Szombathely. Dort gibt es Schutzmaßnahmen, nachdem asbesthaltiges Material auf Straßen in einem Wohngebiet gefunden wurde. Messungen ergaben eine Belastung von bis zu 292.000 Asbestfasern pro Kubikmeter Luft. Zum Vergleich: Der Referenzwert, nach dem sich die burgenländische Taskforce richtet, liegt bei 1000 Fasern. In einer Erstmaßnahme werden die Straßen bewässert und ein Tempolimit von 10 km/h eingeführt. Im Laborbericht werden weiterführende Maßnahmen empfohlen, wie etwa das Tragen von FFP3-Masken oder das Abstellen der Schuhe vor dem Haus. Dutzende Straßen sollen betroffen sein.  

Mehr Schutzmaßnahmen gefordert
Ungarische Medien berichten, dass der Schotter aus Österreich stammt, es werde Strafanzeige eingebracht. Greenpeace geht davon aus, dass es sich um burgenländisches Material handelt – nicht nur aufgrund der Transportwege, sondern auch weil die Proben identisch seien. Dem Burgenland werfen die Umweltschützer Untätigkeit vor, es brauche ähnliche Sofortmaßnahmen wie in Ungarn. „In Ungarn liegt dasselbe Material auf den Straßen, das auch in Österreich großflächig verteilt wurde. Der einzige Unterschied: Die Luftmessungen in Ungarn wurden bei trockenem Wetter unter Realbedingungen durchgeführt“, sagt Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace.

Luftmessungen gehen weiter
Im Burgenland wurden bereits erste Schritte gesetzt, um asbestbelastetes Material zu entfernen bzw. abzudecken. Die Straßenkehrung erfolgte unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Gemeinden sind zudem aufgerufen, belastetes Material unter Schutzvorkehrungen zu entfernen. Die Steinbrüche sind weiterhin gesperrt. Gleichzeitig warnte die Taskforce bisher vor überzogenen Reaktionen. Die ersten Luftmessungen hätten keine Ergebnisse hervorgebracht, welche einen akuten Handlungsbedarf zur Folge hätten. Eine zweite Messreihe soll schon bald erfolgen.

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