US-Künstler flüchten

Trump trotzig: „Ziehe mehr Publikum an als Elvis“

Außenpolitik
31.05.2026 09:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit der Great American State Fair soll zwischen 25. Juni und 10. Juli 16 Tage lang der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit in der US-Hauptstadt Washington gefeiert werden. Nach Absagen mehrerer großer Musiker plant US-Präsident Donald Trump nun um. Gleichzeitig erklärt er, auf wen die Augen bei den Feierlichkeiten tatsächlich gerichtet seien ...

Trump erwägt die Absage einer geplanten Konzertreihe zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, nachdem mehrere Künstler ihre Teilnahme abgesagt haben. Diese bezeichnete Trump auf seiner Plattform Truth Social trotzig als „drittklassige Musiker“. Er brauche keine „überbezahlten Sänger, die keiner hören will und die sich nur beschweren“, schrieb Trump.

Politische Kundgebung statt Konzerte?
Er könne sich nun vorstellen, die Auftritte durch eine Rede und eine Art politische Kundgebung zu ersetzen, schrieb der US-Präsident. „Tatsache ist, dass ich nach Ansicht vieler die Attraktion Nummer eins überall auf der Welt bin“, erklärte der Präsident. Er ziehe „viel größere Publikumsmassen an als Elvis in seinen besten Zeiten“ und schaffe dies „ohne Gitarre“. Er habe angewiesen, die Machbarkeit einer „AMERICA IS BACK“-Kundgebung zu prüfen.

Die Konzerte sollten Teil der Great American State Fair sein, einer 16-tägigen Veranstaltung vom 25. Juni bis zum 10. Juli auf der National Mall in Washington.

Künstler flüchten reihenweise vor Trump
Am Freitag hatte Bret Michaels, Sänger der Rockband Poison, als fünfter Künstler seine Teilnahme abgesagt. Die Veranstaltung sei nicht die überparteiliche Feier, die er erwartet habe, begründete er seinen Schritt. Zuvor hatten bereits Sänger Lionel Richie, The Commodores und die Country-Sängerin Martina McBride abgesagt.

Zitat Icon

Tatsache ist, dass ich nach Ansicht vieler die Attraktion Nummer eins überall auf der Welt bin.

US-Präsident Donald Trump

Fabrice „Fab“ Morvan vom ehemaligen Pop-Duo Milli Vanilli will dagegen auftreten. „Ich bin hier, um die Menschen zu unterhalten und zu vereinen, nicht um sie zu spalten“, sagte Morvan dem Online-Musik- und Filmmagazin „Consequence“. Neben Morvan halten bislang auch unter anderem die Rapper Vanilla Ice und Flo Rida an ihren Auftritten fest.

Freedom 250, eine öffentlich-private Partnerschaft des Weißen Hauses zur Koordinierung der Feierlichkeiten, hat die Gründe für die Absagen nicht im Detail erläutert. Ob Ersatzkünstler verpflichtet werden oder Trumps Vorschlag einer Kundgebung von den Organisatoren ernsthaft erwogen wird, ist noch unklar.

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