Wahlfreiheit bei Betreuungsplätzen und kleinere Gruppen fordern die Kärntner Neos im Bereich der Elementarpädagogik. Für eine bessere Sprachförderung sollen ehrenamtliche „Deutsch-Coaches“ eingesetzt werden.
„Die Frage ist nicht, ob wir investieren, sondern wie gut. Die Elementarpädagogik muss aufgewertet werden“, fordert Neos-Bildungssprecherin Iris Glanzer. „Ein erster Schritt sind kleinere Gruppen in Kitas und Kindergärten.“ Derzeit liegen die Grenzen bei 15 (Kita) und 25 (Kindergarten).
Individuelle Betreuung und Sprachförderung
„Das Ziel sind zwölf beziehungsweise 18 – damit gelingt individuelle Betreuung. So kann jedes Kind sein Potenzial entfalten“, erklärt Glanzer. „Auch die Sprachförderung gelingt so besser.“ Unterstützen sollen das ehrenamtliche „Deutsch-Coaches“: „Wir denken da ganz klar an Pensionisten, die sich noch einbringen wollen. Erst wird vorgelesen, dann lesen die Kinder selbst.“
Kitas und Kindergärten sind keine bloßen Aufbewahrungsstätten für Kinder, sondern der erste Bildungsschritt. Die Elementarpädagogik muss aufgewertet werden.
Iris Glanzer, Neos-Bildungssprecherin
Überhaupt solle die Tätigkeit aufgewertet werden – bei kleineren Gruppengrößen würde man auch mehr Betreuer brauchen. „Wer einmal selbst vor Ort war, weiß, wie wertvoll die Arbeit ist. Daher muss diese auch besser bezahlt werden“, so Galnzer.
Wahlfreiheit statt nur in der Heimatgemeinde
Ein zentraler Punkt ist die Wahlfreiheit. „Die Eltern sollen selbst entscheiden dürfen, wo ihre Kinder betreut werden. Auch wenn das ein Montessori- oder Waldkindergarten ist“, betont die Bildungssprecherin. „Wahlfreiheit ist kein Luxus. Wir fordern einen Gutschein – dann folgt das Geld dem Kind und nicht wie jetzt der Gemeinde.“
Für die Finanzierung wollen die Neos bei der Landesverwaltung sparen, verweisen aber auf die Notwendigkeit der Aufwertung der Elementarbildung: „Jeder Euro, den wir in die Zukunft der Kinder investieren, kommt zwei- bis dreifach zurück!“
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