Es muss doch nicht immer Oper sein! Bryan Adams spielte im Festspielhaus in Minimalbesetzung auf. Die Fans des Kanadiers waren trotzdem begeistert.
Ein Rock-Superstar im Festspielbezirk? Diese Kombination wirkt nur auf den ersten Blick nicht schlüssig. Bereits im Jahr 2012 gab Bryan Adams im Haus für Mozart ein umjubeltes Konzert, am Dienstag kehrte er im Rahmen seiner „Bare Bones“-Tour zurück – und schlug im Großen Festspielhaus ungewohnt ruhige Töne an.
Statt zur Stromgitarre griff der 66-Jährige zur Akustischen, statt einer großen Band begleitete ihn einzig Gary Breit am Klavier. Spartanisch, musikalisch reduziert und doch höchst emotional: Das Duo schaffte es von Beginn weg das Publikum im ausverkauften Saal in ihren Bann zu ziehen. Die Konzertbesucher Eva Berger und Sven Arend aus Neumarkt meinten etwa: „Bryan Adams im Festspielhaus, das ist schon etwas ganz Besonderes.“
Fans hofften auf ein Foto mit ihrem großen Idol
Bereits Stunden vor dem Beginn des Konzerts pilgerten die ersten Fans des Kanadiers in die Hofstallgasse – in der Hoffnung ein Foto oder Autogramm ihres großen Idols zu ergattern. Maria Grafenender etwa reiste aus Oberösterreich an und hatte einen Polsterüberzug samt Foto des Sängers mit dabei. „Hoffentlich unterschreibt er ihn mir auch“, war sie sichtlich nervös. Zwölfmal hat sie bereits ein Adams-Konzert besucht.
Edelfan Magdalena Speldrich konnte darüber nur müde lächeln. „Sicher 25-mal“ habe sie den Musiker bereits live gesehen. „Ich fahre heuer noch auf Konzerte nach Mailand und dann noch nach Graz“, meinte sie stolz.
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