Stimmungsbarometer

„Zartes Pflänzchen“: Die Wirtschaft erholt sich

Kärnten
23.06.2026 17:30

Auf niedrigem Niveau, aber doch, gibt es Signale für eine Trendwende in der Kärntner Wirtschaft. Hohe Kosten, viel Bürokratie und Energie beschäftigen viele Unternehmen.

Jedes Jahr fragt die Wirtschaftskammer (WK) bei tausenden Unternehmen nach, wie es um ihre Stimmung bestellt ist. Und nach Jahren der multiplen Krisen scheint sich diese ein wenig aufzuhellen – auch bei den knapp 400 Kärntner Unternehmen, die befragt wurden.

„Wir sehen zum ersten Mal eine leichte Trendwende“, erklärt WK-Präsident Jürgen Mandl. „Es ist aber ein zartes Pflänzchen, das wir unterstützen müssen.“ Damit spricht er die Anliegen vieler Unternehmen an, bei denen drei Punkte besonders hervorstechen: die Senkung der Lohnnebenkosten, der Bürokratieabbau und wettbewerbsfähige Energiepreise. „Wir haben da unsere Hausaufgaben zu machen“, betont Mandl.

Energie und Internet für Unternehmen
Bei der „Pulsmessung der Wirtschaft“, wie Herwig Draxler die Befragung treffend bezeichnet, kristallisierten sich auch konkretere Projekte heraus. „Standardisierte Energieverfahren, besseres Breitbandinternet und der 380-kV-Lückenschluss“, zählt Draxler auf.

Dazu gibt es von Landeshauptmann Daniel Fellner ein „klares Ja“, Landesvize Martin Gruber betont den langjährigen Einsatz Kärntens beim Breitband. „Positive Stimmung kann man nicht verordnen, aber wir unterstützen, wo wir können“, betont Fellner und Gruber erklärt: „Wir schaffen als Politik die Rahmenbedingungen, leiten so den Stimmungswechsel ein.“

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