Nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar hat die Ukraine ihre Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben. Eine letzte Breitseite gegen den „manipulativen“ Viktor Orbán konnte sich die Regierung in Kiew dabei nicht verkneifen.
„Der Wahlkampf, der leider von Manipulationen zur Ukraine geprägt war, liegt hinter uns“, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha gemäß einer Mitteilung am Montag. Damit seien die erhöhten Risiken für Provokationen entfallen, auf deren Grundlage die Reisewarnung ausgesprochen wurde.
Am 6. März hatte Kiew seinen Bürgern von Reisen nach Ungarn abgeraten. Zuvor hatte die Regierung in Budapest Geldtransporter der ukrainischen Oschadbank auf dem Weg von Österreich in die Ukraine beschlagnahmt und sieben Begleiter festgenommen.
Selenskyj will sich mit Magyar treffen
Ministerpräsident und Wahlverlierer Orbán hatte seinen Wahlkampf auf der Ablehnung von Hilfen für die Ukraine und gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgebaut.

Der Ukrainer gratulierte dem siegreichen Magyar prompt zu einem „überwältigenden“ Sieg: „Es ist wichtig, wenn ein konstruktiver Ansatz siegt. Die Ukraine hat immer gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen in Europa angestrebt, und wir sind bereit, unsere Zusammenarbeit mit Ungarn voranzutreiben.“
Es sei unerlässlich, in diesen Zeiten nach „Stabilität“ zu streben: „Wir sind bereit für Treffen und gemeinsame konstruktive Arbeit zum Wohle beider Nationen sowie für Frieden, Sicherheit und Stabilität in Europa.“
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