„Krone“-Kommentar

Eine neue Ära in Ungarn ist angebrochen

Kolumnen
13.04.2026 06:19

Das war einer von Ungarns historischen Tagen der Befreiung: Das System Orban ist gebrochen. Peter Magyar, der Oppositionsführer aus Orbans eigener Partei, hat das System mit Orbans eigenen Waffen geschlagen: durch Direktmandate in den 106 Einzelwahlkreisen, die Orban eigentlich für sich und seine Klientel „reserviert“ hatte.

Das System Orban ist geschlagen, aber nicht tot. Seine „neue Klasse“ steckt „autonom“ in so gut wie allen staatlichen und halbstaatlichen Institutionen, viel Budgetgeld ist dorthin ausgelagert.

Peter Magyar steht vor einer Herkulesaufgabe oder Himmelfahrtskommando – wie man es sehen will. Orbans Fidesz-Partei wird eine gnadenlose Opposition sein nach Art der Blockadepolitik in der EU.

Das Land bleibt tief gespalten: Stadt – Land, Alt – Jung und die Emotionen kochen hoch. Es ist ein Wunder, dass der Wahlkampf ohne Gewalt verlaufen ist – ein Zeichen demokratischer Reife.

 Der Wahltag war ein „Aufstand“ der „Generation Z“ , der Generation nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. Diese Generation hatte es satt, zusehen zu müssen, wie Ungarn der Reihe nach von den früheren Bruderländern des sowjetischen Machtbereichs überholt wurde – „dank“ der institutionalisierten Korruption.

Österreichs (früherem) Lieblingsnachbarn Ungarn ist viel Glück in der neuen Ära zu wünschen. Willkommen zurück in der europäischen Familie!

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