„Innovative Idee“

Indien sichert Grenze mit Krokodilen und Schlangen

Ausland
10.04.2026 13:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es ist eine Idee, die selbst in einem ohnehin massiv gesicherten Grenzgebiet für Aufsehen sorgt: An der Grenze zwischen Indien und Bangladesch könnten künftig nicht nur Stacheldraht und elektrische Zäune abschrecken, sondern auch Krokodile und Schlangen. Der Plan der indischen Grenzschützer wird derzeit geprüft – und sorgt bereits jetzt für Diskussionen über Sicherheit, Machbarkeit und politische Symbolik.

Bestätigt wurde der Ansatz von einem Grenzschutzoffizier gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Manoj Barwal erklärte, man sei angewiesen worden, den Einsatz von Reptilien wie Schlangen und Krokodilen an bislang unbewachten Flussabschnitten zu prüfen. Er sprach dabei von einer „innovativen Idee“, verwies jedoch gleichzeitig auf erhebliche „Herausforderungen“.

Viele Fragen noch offen
Vor allem die praktische Umsetzung wirft Fragen auf: Wie sollen die Tiere beschafft und eingesetzt werden? Und welche Auswirkungen hätte ihre Präsenz auf Menschen in den Grenzregionen? Genau diese Punkte sollen nun von den zuständigen Einheiten vor Ort untersucht werden. Ein Bericht über die Machbarkeit sei angefordert worden.

Massiv gesicherte Grenze zu Bangladesch
Hintergrund der Überlegungen ist die geografische und politische Situation an der mehr als 4000 Kilometer langen Grenze zwischen Indien und Bangladesch. Sie verläuft durch Flüsse, Sümpfe und Mangrovenwälder und gilt als schwer zu kontrollieren.

Die Regierung unter Narendra Modi verfolgt seit Jahren eine harte Linie in der Migrationspolitik. Der Kampf gegen illegale Einwanderung – insbesondere aus Bangladesch – zählt zu den erklärten politischen Zielen.

Inspiration aus den USA?
Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Grenze massiv ausgebaut: mit Stacheldraht, Mauern, Stolperfallen und elektrifizierten Abschnitten. Sie zählt heute zu den am stärksten gesicherten Grenzräumen der Region. 

Auch in den USA hatte Donald Trump in der Vergangenheit mit Maßnahmen zur Abschreckung von Migrantinnen und Migranten in sumpfartigen Grenzregionen für Diskussionen gesorgt. Die nun in Indien diskutierte Reptilien-Idee erinnert in ihrer Grundlogik an ähnliche Abschreckungsansätze.

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