Mit einem Millionen-Schuldenberg schlittert eine Grazer Immobilienfirma in die Insolvenz. Hauptgrund war ein Hotelprojekt in Wien. 13 Dienstnehmer und 80 Gläubiger sind betroffen, eine Sanierung wird angestrebt.
Schon wieder muss ein steirisches Unternehmen Insolvenz anmelden. Die Fleissner + Partner Gesellschaft wurde 1990 mit Sitz in Graz gegründet und befasste sich mit der Planung und Projektentwicklung im Immobilienbereich. Auslöser für die Zahlungsunfähigkeit war ein Hotelprojekt in Wien. Bei diesem sei es zu hohen Mehrkosten gekommen, die bei der Übergabe nicht beglichen wurden. Die Insolvenz betrifft 13 Dienstnehmer und 80 Gläubiger.
Laut AKV liegen die Passiva bei 7,252 Millionen Euro. Die Aktiva betragen 5,124 Millionen Euro. Eine Fortführung des Unternehmens wird angestrebt, heißt es. Vielversprechende aktuelle Projekte sollen der Firma aus der Krise helfen. Es wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.
Ausschlaggebendes Hotelprojekt
Fleissner + Partner war ursprünglich Eigentümerin der Immobilie für das Hotelprojekt in Wien und hat das Gebäude an einen privaten Immobilieninvestor veräußert. Gleichzeitig wurde Fleissner + Partner von diesem Investor mit der baulichen Entwicklung und Umsetzung des Projekts beauftragt. Weiters kam die Companion Hospitality Group als langfristige Mieterin und Betreiberin des Hotels ins Spiel. Der Bau- und Development-Vertrag besteht aber ausschließlich zwischen dem Investor und Fleissner + Partner.
Die thematisierten Mehrkosten betreffen daher das Bau- und Development-Verhältnis zwischen dem Investor und Fleissner + Partner. The Companion ist weder Auftraggeberin der Bauleistungen noch Partei der geltend gemachten Forderung. Die Kostenentwicklung steht daher nicht im Zusammenhang mit dem Hotelprodukt, dem Betriebskonzept oder dem operativen Hotelbetrieb. Der Hotelbetrieb ist von der aktuellen Auseinandersetzung nicht betroffen.
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