Thomas Schäfer-Elmayer steht nicht nur für Etikette, sondern freilich auch für gutes Benehmen in allen Lagen des Lebens – raten Sie mal, wie er seine Ehrung am Donnerstag im Wiener Künstlerhaus entgegennahm. . .
Keine knallenden Korken vom Champagner, keine paukende Band oder ein laut schallendes Publikum: Diese Ehrung lief ganz nach dem (guten) Geschmack, vor allem streng nach Protokoll und Etikette ab. Kein Wunder, handelte es sich doch beim Protagonisten des Feiernachmittags im Wiener Künstlerhaus um Benimmdich-Papst Thomas Schäfer-Elmayer (80).
Ehrung, wem Ehrung gebührt
Dabei hätte er ruhig einmal über die Stränge schlagen dürfen! Immerhin erhielt er mit dem österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst die höchste Bundesauszeichnung, die die Republik für wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen vergibt. „Aber das ist halt auch nicht seine Art“, war sich die versammelte Runde – die Räumlichkeiten hätten ruhig noch ein paar Sessel mehr vertragen – sicher. „Diese Auszeichnung hat für mich einen sehr hohen Stellenwert“, stellte er im „Krone“-Gespräch fest, „Ich beziehe sie nämlich nicht nur auf mich persönlich, sondern auf die ganze Tanzschule, die Tradition und auch alle, die uns dabei unterstützen.“
Den Orden selbst wird er natürlich ausführen, „mit allen anderen, die ich habe“. Wobei er hinzufügte: „Das ist ja eigentlich nicht ganz korrekt, denn man müsste dann eine Ordenskette, mit allen kleinen Orden tragen.“
Aber irgendwie beschlich ADABEI das Gefühl, dass „der Elmayer“ in diesem Fall mitunter mit großer Freude gegen die Etikette verstoßen wird. . .
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