Der im Oktober 2023 verstorbene, frühere Sektionschef Christian Pilnacek beschäftigt aktuell nicht nur einen Untersuchungsausschuss im Parlament, sondern einmal mehr auch die Justiz. Denn die Oberstaatsanwaltschaft in Linz hat Ermittlungen in einem neuen Verfahren aufgenommen. Im Fokus: Fotos der Obduktion Pilnaceks ...
Wie die „Krone“ erfuhr, wird die „rechtswidrige Weitergabe von Fotos betreffend der Obduktion“ von Christian Pilnacek untersucht. Aktuell wird noch gegen Unbekannt ermittelt, ein Amtshilfeansuchen an die zuständige Staatsanwaltschaft Eisenstadt wurde eingebracht. In der Beantwortung durch die StA Eisenstadt wurde bereits konkret eingegrenzt, wer zum fraglichen Zeitpunkt Zugriff auf den Akt hatte.
Fotos aus Akt geleakt?
Stein des Anstoßes dürfte gewesen sein, dass ein Journalist, Autor eines Buches rund um den Fall Pilnacek, mit einem Rechtsmediziner gesprochen hatte, dem für eine TV-Dokumentation Fotos der Obduktion zur Verfügung gestellt wurden. Bereits damals war die Frage aufgetreten, wie die Fotos aus dem Akt in Krems nach außen gelangten.
In Linz will man nun wissen, ob und wann besagter Journalist als Zeuge einvernommen wurde. Die Antwort aus Eisenstadt: „Zu keinem Zeitpunkt.“ Dies dürfte nun möglicherweise nachgeholt werden.
U-Ausschuss tagt viermal vor Sommerpause
Der Untersuchungsausschuss rund um die Causa Pilnacek tritt im Juni erneut zusammen, insgesamt vier Sitzungen stehen an, bevor es in die Sommerpause geht. Wer dann als Auskunftsperson befragt wird, steht noch nicht fest, geladen werden sollen allerdings neben mehreren Gerichtsmedizinern auch weitere Angehörige der Justizbehörden.
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