Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass die beschädigte Leitung im Laufe des Frühjahres repariert werde – und bremste gleichzeitig die Erwartungen. Die beschädigte Druschba-Ölpipline bringt vor allem Ungarn und die Slowakei in eine prekäre Lage.
Ungarn und die Slowakei sind seit Ende Jänner von russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline abgeschnitten, nachdem ein russischer Drohnenangriff die Leitung in der Westukraine beschädigt hatte. Beide Regierungen geben allerdings Kiew die Schuld für Beschädigungen und werfen der Ukraine vor, die Reparaturen zu verzögern.
Pipeline dient als Druckmittel
Selenskyj wies das stets zurück: „Es wurde dort bereits viel getan (…) Natürlich lassen sich zerstörte Lagertanks nicht schnell reparieren“, teilte der Präsident mit. Offiziell begründen Ungarn und die Slowakei ihren Widerstand gegen die Auszahlung des 90-Milliarden-Euro-Kredits der Europäischen Union an die Ukraine mit dem Streit über die Pipeline. Beide Länder haben Angebote von EU-Partnern abgelehnt, sie über andere Pipelines mit Öl zu versorgen.
In Ungarn finden am kommenden Sonntag Parlamentswahlen statt. Orbán, der seit mehr als 16 Jahren an der Macht ist, liegt in den Umfragen mit seiner Partei Fidesz hinter der oppositionellen TISZA von Péter Magyar.
Der Ministerpräsident hatte die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Energieinfrastruktur des Landes im Februar verschärft. Seine Partei versucht, Magyar in die Nähe von Brüssel und der Ukraine zu rücken, die in der Wahlkampfrhetorik von Fidesz als Hauptfeinde Ungarns dargestellt werden.
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