Nur noch die Mastspitze ragte aus dem Wasser: Das älteste Passagierschiff auf der Donau, die „MS Ana“, ist in Wien versenkt worden. Während der Besitzer vermutet, dass das Schiff versenkt worden ist, ist es laut Angaben der Schifffahrtsaufsicht jedoch aufgrund eines technischen Defekts untergegangen. Das gab die Polizei bekannt. Auch eine Fähre ist spurlos verschwunden.
„Das Schiff hat kein Loch, es kann nicht von selbst gesunken sein“, so der Besitzer der „MS Ana“, Kapitän Franz Scheriau. „Ich bin vom Osterurlaub zurückgekommen und hab die ,MS Ana‘ an Land vorgefunden“, erklärte er und erstattete bei der Polizei Anzeige.
Hebetonnen am Rumpf, per Kran aus Wasser gehoben
„Wir wurden am Ostermontag gegen 7.30 Uhr von der MA 45, Wiener Gewässer informiert, dass ein Schiff auf Grund liegt“, berichtete Jürgen Figerl, Sprecher der Wiener Feuerwehr. Feuerwehrtaucher befestigten Hebetonnen am Rumpf und machten das zwölf Meter lange Schiff schwimmfähig. Mit einem Feuerwehrboot wurde es zur nächsten Einsatzstelle gebracht und dort von einem Feuerwehrkran auf den Treppelweg gehoben und gesichert abgestellt.
Hoffen auf Hinweise
Scheriau hofft nun auf Hinweise, wer die Fähre Novara entwendet haben könnte. Feuerwehrtaucher suchten diese bereits, konnten sie aber nicht finden. Den Wert der „MS Ana“, die er eigentlich verkaufen wollte, beziffert er mit 100.000 Euro, die Fähre soll rund 30.000 Euro wert sein.
Der pensionierte Kapitän betreibt und bewohnt das Wiener Schiffmuseum an der Donau. Sein Hausboot ist die „Frederic Mistral“, ein 1914 gebautes Dampfschiff. Zum Museum gehört auch die im Jahr 1894 gebaute „MS Ana“, das älteste Passagierschiff auf der Donau, zugelassen für zwölf Personen.
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